Auktion: 494 / Klassische Moderne am 07.12.2019 in München Lot 428

 
428
Franz Marc
Geschlachteter Stier, 1907.
Öl
Nachverkaufspreis: € 50.000
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Objektbeschreibung
Geschlachteter Stier. 1907.
Öl über schwarzer Kreide auf Papier auf Malpappe aufgezogen.
Hoberg Jansen Bd. II 59. Lankheit 338. Rechts unten von Richard Pietzsch beschriftet "Pferde Originalzeichnung von Franz Marc aus seinem Atelier Sindelsdorf erworben von Richard Pietzsch. 45,5 x 44 cm (17,9 x 17,3 in).

• Frühe Skizze, die bereits Marcs überaus großes Interesse an tierischen Darstellungen zeigt
• Aus der bedeutenden Sammlung Elly Röthel – Ehefrau von Hans Konrad Röthel, von 1956 bis 1971 Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München
• Zeugnis der engen Künstlerfreundschaft zwischen Richard Pietzsch und Franz Marc
• Großformatige, realistische Detaildarstellung
• Gemälde von Franz Marc sind von allergrößter Seltenheit
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PROVENIENZ: Sammlung des Malerfreundes Richard Pietzsch, München (direkt aus dem Sindelsdorfer Atelier des Künstlers erworben).
Sammlung Elly Röthel, München/Princeton, New Jersey (bis 1990).
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (ab 1990).
Privatsammlung Niedersachsen.

AUSSTELLUNG: Galerie Wolfgang Ketterer, München, 154. Auktion, 19./20. Jahrhundert, 26.11.1990, Lot 45.

"Ich zeichne übrigens wahnsinnig viel; stehe früh auf; letzthin um 3 Uhr, um das Schlachten eines mächtigen Stieres mitzuerleben, .."
Franz Marc in einem Brief an Maria Franck, 1907.

Essay
Mehrere Zeichnungen aus dem Skizzenbüch V von Franz Marc lassen einen unmittelbaren Bezug zu unserer Ölskizze erkannen (z.B. Lankheit 531). Dieses Skizzenbuch befindet sich heute im Germanischen Nationalmusem (Inv.-Nr. 6360), ebenso wie ein Brief Franz Marcs vom 19.VII.1907 an seine Geliebte und spätere Frau Maria Franck, in dem er genau die dargestellte Situation schildert: ".Ich zeichne übrigens wahnsinnig viel; stehe früh auf; letzthin um 3 Uhr, um das Schlachten eines mächtigen Stieres mitzuerleben, ..". Gerade in diesen frühen Skizzen zeigt sich sein überaus großes Interesse an Tieren. Er sucht schon hier einen Weg, die Tiere und ihr Sein mit tiefem Empfinden für die Kreatur darzustellen. Dazu gehört selbstverständlich auch der Tod. So ist der geschlachtete Stier nicht als formales, anatomisches Studienobjekt dargestellt, es ist vielmehr ein mächtiges Wesen, das gefallen ist, gezeigt. Somit sind hier die Anfänge eines künstlerischen Ausdrucks zu finden, die Franz Marc zu einer Ikone des Expressionismus machen werden. [EH]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Franz Marc "Geschlachteter Stier"
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