Auktion: 503 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 17.07.2020 in München Lot 86

 
86
James Bishop
Untitled, 1975.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 30.000 - 40.000
+
Objektbeschreibung
Untitled. 1975.
Öl auf Leinwand.
Verso auf dem Keilrahmen auf einem Etikett signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen mit einem Galerieetikett mit dem Künstlernamen, der Datierung, Betitelung sowie den Maß- und Technikangaben bezeichnet. 190 x 190 cm (74,8 x 74,8 in).

• Eines der sehr gefragten großformatigen Werke des Künstlers.
• Die erste Leinwand-Arbeit des Künstlers auf dem deutschen Auktionsmarkt (Quelle: artprice).
• Seit 1976 in Familienbesitz (Süddeutschland).
• Werke des Künstlers sind u. a. Teil der Sammlungen des MoMA in New York, des San Francisco Museum of Art oder des Art Institute of Chicago
.

PROVENIENZ: Galerie Annemarie Verna, Zürich (verso auf dem Keilrahmen mit dem Galerieetikett).
Privatsammlung Süddeutschland (1976 direkt vom Vorgenannten erworben), seitdem in Familienbesitz.

Aufrufzeit: 17.07.2020 - ca. 14.25 h +/- 20 Min.

Essay
Mit seinen minimalistischen, oftmals monochromen Arbeiten stellt der Künstler seit den 60er Jahren die malerischen Traditionen in Frage. Während eines Aufenthalts in Frankreich entwickelt Bishop 1963 eine ganz individuelle künstlerische Technik, mit der er fortan seine Bildträger bearbeitet. Er legt die aufgespannten Leinwände auf den Boden, zeichnet zunächst die intendierten, meist quadratischen Formen ein, und füllt sie dann - ein Quadrat nach dem anderen - mit flüssiger Farbe. Mithilfe eines Vor- und Zurückkippens der Leinwand wird die Farbe innerhalb der jeweiligen, zuvor eingezeichneten Form verteilt - die über den Rand der "Leitlinien" hinausgelaufene Farbe wird weggewischt. Interessanterweise liegt unter dem von Bishop so favorisierten Weiß immer eine kräftige Farbe, in den 1960er Jahren oftmals ein Gelb, Rot oder Braun, sodass man im Grunde nicht von monochromen Bildern sprechen kann. Auch die in unserem Werk angewandte, horizontale Aufteilung der Bildfläche ist äußerst typisch für die Arbeiten der 60er und 70er Jahre. Mithilfe dieses außergewähnlichen Prozesses schafft Bishop minimalistische und dennoch vielschichtige geometrische Gefüge mit seltsam poetischer räumlicher Präsenz. [CH]
 


Weitere Abbildungen
 
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu James Bishop "Untitled"
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Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 32 %, Teilbeträge über € 500.000 27 % Aufgeld
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20 % Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.