Auktion: 495 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 07.12.2019 in München Lot 119001446

 
119001446
Almut Heise
Ohne Titel, 2012.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 15.000 - 20.000
+
Objektbeschreibung
Ohne Titel. 2012.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. 115 x 80 cm (45,2 x 31,4 in) . [CH].

PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland.

"Meine Bilder sind nur insofern realistisch, als man von dem, was man sieht, glauben kann, dass es das geben könnte. Mich interessiert nicht, ob es das wirklich so gibt. Ich möchte es glauben machen."
Almut Heise, zit. nach:"Die geheimnisvollen Welten der Almut Heise", Welt Online, 8.8.2000.

Essay
Bei Almut Heises farbenfrohen Arbeiten handelt es sich um fiktiv konstruierte Figurendarstellungen, meist von Frauen, die Heise in die unterschiedlichsten Interieurs, in Museumsräume, Galerien, Restaurants oder Badezimmer platziert. Ab 1974 widmet sie sich ausschließlich den Darstellungen von Menschen. Gezeigt werden inszenierte Situationen und Scheinrealitäten, die einer seltsamen, ganz offenbar künstlichen Ordnung unterliegen. Eine gewisse Lockerheit fehlt der Haltung der Porträtierten, stattdessen wohnt ihnen ein puppenhafter Charakter inne. Auch die hier angebotene Arbeit besticht durch einen solch eigentümlichen, unnatürlichen Charakter, der insbesondere durch die Spiegelung der weiblichen Figurendarstellung und der fehlenden Tiefenräumlichkeit der Szenerie hervorgerufen wird. Die grafische Mustertapete, der Spiegel und die goldfarbene, gegenstandslose rechte untere Bildecke teilen das Bild in kantige, plane Flächen auf und schaffen in Kombination mit der intimen Beobachtung der sinnlich-erotischen Erscheinung einer sich selbst betrachtenden jungen Frau einen spannenden Irritationsmoment. Bekannt wird Almut Heise mit ihrem 1986 entstandenen Doppelporträt des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Herbert Weichmann und dessen Ehefrau, das sich heute im Hamburger Rathaus befindet. Weitere ihrer Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des Museum Folkwang in Essen und des Museum Frieder Burda in Baden-Baden. [CH]
 


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