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Auktion: 487 / Klassische Moderne II am 08.06.2019 in München Lot 790

 
Objektbeschreibung
Handstand. 1921.
Lithografie , monotypieartig koloriert.
Dube L 266b. Signiert und datiert. Eines von bisher 9 bekannten kolorierten Exemplaren. Auf festem Bütten. 27 x 21,7 cm (10,6 x 8,5 in). Papier: 50 x 30 cm ( 19,6 x 11,8 in).
Die kolorierten Exemplare unterscheiden sich alle farblich, da Heckel vor jedem Abdruck die Farben mit dem Pinsel neu auf den Stein aufgetragen hat.
- Unikat
- Eines von nur 9 bekannten kolorierten Exemplaren
.
Die Arbeit ist im Nachlass Erich Heckel registriert. Wir danken Frau Renate Ebner und Herrn Hans Geissler, Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen am Bodensee, für die freundliche Beratung.

PROVENIENZ: Galerie Günther Franke, München.
Privatsammlung Berlin
Privatsammlung Süddeutschland.

AUSSTELLUNG: Erich Heckel. Druckgraphik 1905-1967, Galerie Günther Franke, München 1967/68, Kat.-Nr. 106.

Essay
„Die 'Brücke'-Künstler sahen sich […] in Opposition zu den 'alteingesessenen Kräften' und suchten nach Lebensformen und nach einem Kunstausdruck jenseits des Altbekannten und der bürgerlichen Zwänge. Starke Anregungen fanden sie dabei bei den außereuropäischen Kulturen; fast genauso wichtig war jedoch auch die Welt des Theaters, des Zirkus, der Clowns und Artisten. Auch dies war ein Lebensbereich außerhalb des wohlgeordneten Umfelds der als spießig und altmodisch empfundenen Bürger. Die Akteure aus Variété und Theater waren ebenfalls Künstler und lebten ein Dasein fern der Konventionen, in der schillernden Sphäre von Abend und Nacht, im bunten Zwischenstadium zwischen Schein und Sein. So ist die geradezu magische Faszination der jungen 'Brücke'-Künstler für diesen Motivkreis keine Überraschung. […] Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel besuchten in Dresden mit Begeisterung und großer Häufigkeit Variététheater, wie den 'Wintergarten', das 'Flora-Variété' oder das 'El Dorado' sowie die Zirkusse Schuhmann und Sarrasani. Hier studierten sie mit Feder, Kreide oder Zeichenstift die schwungvollen Tänze, waghalsige Sprünge und die artistische Körperbeherrschung der Aktricen. […] Wie eng das Leben der 'Brücke'-Künstler mit der Theaterwelt verknüpft war und wie häufig, gar regelmäßig die Künstler in diesem Milieu ein- und ausgingen, verrät auch die Tatsache, daß die Lebensgefährtinnen, respektive späteren Ehefrauen sowohl Kirchners wie auch Heckels Tänzerinnen waren.“ (Janina Dahlmanns, in: Ausst.-Kat. Brücke. Die Geburt des deutschen Expressionismus, Brücke-Museum Berlin 2006, S. 319ff.) [SM]
790
Erich Heckel
Handstand, 1921.
Lithografie
Nachverkaufspreis: € 30.000
+
 


Weitere Abbildungen
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