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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 110

 
Objektbeschreibung
Knabe in der Tram. 1912.
Öl auf Leinwand.
Hüneke 1912-54. Vogt 1912-19. Mittig links signiert und datiert. 87 x 69 cm (34,2 x 27,1 in).

PROVENIENZ: Kunstsalon Ludwig Schames, Frankfurt am Main (1921).
Sammlung Dr. Friedrich A. Wöhler, Kassel (bis 1957).
Galerie Wilhem Grosshennig, Düsseldorf (1958).
Sammlung F. W. Schlesinger, Hamburg (ab 1958).
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen (seit 1976 ).

AUSSTELLUNG: Erich Heckel und Otto Mueller, Kunstsalon Ludwig Schames, Frankfurt am Main, September 1921.
Erich Heckel, Galerie Wilhem Grosshennig, Düsseldorf 1.3.-28.3.1958, Nr. 6 (hier betitelt: Knabe in der Straßenbahn).
Von der Heydt-Museum, Wuppertal (Dauerleihgabe 2010-2015).
Erich Heckel in der Kunstsammlung Chemnitz, Museum Gunzenhauser, 17.1.-17.4.2016 (Farbabb. auf dem Titel des Kataloges und auf der Einladungskarte) (Dauerleihgabe 2015-2018).

LITERATUR: Stuttgarter Kunstkabinett, 30. Auktion, 1957, Nr. 307, Abb. S.20.
Galerie Allervy, Tegernsee, August 1970.
Hauswedell & Nolte, Hamburg, 193. Auktion, Juni 1973, Nr. 605, m. Farbabb.
Detlef Gröschel, Erich Heckels Gemälde KNABE IN DER TRAM - und viele Fragen, in: Erich Heckel in den Kunstsammlungen Chemnitz, Bielefeld 2016, S. 41-43.
"Die Kunst Heckels ist sehr versteckt, mit einem sehr frommen, tiefen Sinn, der mehr das feine Echo oder besser gesagt der Gegenklang dessen ist, was man ganz zuerst vor der Leinwand spürt; er schreckt ab, um einen nachher besser zu fassen."
Franz Marc über Erich Heckel, 1912

Essay
1911 verlässt Erich Heckel Dresden, wo er 1905 mit seinen Künstlerfreunden Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner in der "Brücke"-Vereinigung den Weg für den Expressionismus geebnet hat, und zieht nach Berlin. Hier wandelt sich durch die Einflüsse der Großstadt das Farbspektrum im Werk von Erich Heckel. Auch die Auswahl der Sujets verändert sich grundlegend, neben Landschaften und Stillleben erhalten die Bilder mehrere Deutungsebenen, die jedoch durch einen scheinbar trivialen Titel überdeckt werden. Ob unser Werk auch, als Anspielung auf die Zugfahrt im Kapitel I von Dostojewskis Roman "Der Idiot" in die 1912 entstandenen malerischen Interpretationen dieses Romans durch Erich Heckel einzureihen ist, bleibt offen. Doch ist dieses Werk auf jeden Fall von außergewöhnlicher Eindringlichkeit. Erich Heckel findet hier zu einer Ernsthaftigkeit, die auch im weiteren sein Œuvre bestimmen wird, und es zeigt exemplarisch die Weiterentwicklung in Inhalt, Farbe und Form in den ersten Berliner Jahren. Die besondere Farbwahl und die spannungsreiche Ruhe weisen den neuen Weg im Jahr 1912, das ein Umbruchsjahr in der malerischen Entwicklung des Künstlers auf dem Weg zu seinem ihm eigenen Stil ist. Seit über 40 Jahren befindet sich dieses eindringliche Gemälde in einer Privatsammlung. Seit 2010 war es zunächst im Von der Heydt-Museum, Wuppertal, und ab 2016 im Museum Gunzenhauser, Chemnitz, als Dauerleihgabe der Öffentlichkeit zugänglich.
110
Erich Heckel
Knabe in der Tram, 1912.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 150.000
+
 


Weitere Abbildungen
Erich Heckel - Knabe in der Tram - Rahmenbild
Rahmenbild
Erich Heckel - Knabe in der Tram - Weitere Abbildung
Weitere Abbildung
Erich Heckel - Knabe in der Tram - Weitere Abbildung
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