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Auktion: 487 / Klassische Moderne II am 08.06.2019 in München Lot 791

 
Objektbeschreibung
Meditation. 1935.
Öl auf strukturiertem Papier, fest auf einen Unterlagekarton aufgelegt.
Jawlensky/Pieroni-Jawlensky 1634. Links unten monogrammiert, rechts unten datiert. Verso bezeichnet "II 1935", "I.A." und "N 124". Auf dem Unterlagekarton am Unterrand von Lisa Kümmel bezeichnet "II 1935" und "124". 17,8 x 13,6 cm (7 x 5,3 in).

Farbstarke und außergewöhnlich intensive Meditation
Beeindruckende Ausstellungsgeschichte
Geschenk des Künstlers, seitdem in Familienbesitz
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Wiesbaden (Geschenk des Künstlers)
Privatsammlung Mecklenburg - Vorpommern (vom Vorgenannten durch Erbschaft).

AUSSTELLUNG: Galerie Ludwig Hillesheimer, Wiesbaden 29.5.-26.6.1948 (hier betitelt "Kopf Nr 124").
Espressionismo Tedesco, Archivio del '900, Rovereto 1994, Farbabb. S. 195
Masken und Meditationen, Kunsthaus Kaufbeuren, 1996, m.Farb.Abb. S. 31
Reisen - Freunde - Wandlungen, Museum am Ostwall, Dortmund 16.8.-15.11.1998, Farb.Abb.S.300
St. Petersburg, Russisches Staatsmuseum
Alexej von Jawlensky - Magische Bilder, Kunsthalle Krems, 27.4.-21.9.2003.
Pommersches Landesmuseum, Greifswald (Dauerleihgabe 2004 - 2019).

"Ich sitze und arbeite, das sind meine schönsten Stunden, ich arbeite für mich, nur für mich und meinen Gott, die Ellenbogen schmerzen dabei sehr. Oft bin wie ohnmächtig vor Schmerz, aber meine Arbeit ist mein Gebet, aber ein leidenschaftliches, durch Farben gesprochenes Gebet."
Jawlensky an Galka Scheyer, 25.7.1936.

Essay
Die immer wieder beschworene Vergeistigung des Gegenständlichen, die uns in den Meditationen von Alexej von Jawlensky auf so besondere Weise berührt, prägt auch dieses Werk in der Fülle eines farblich einander bedingenden Pinselduktus. Alters- und krankheitsbedingt konzentriert sich Jawlensky in seinen späten Schaffensjahren auf wenige Sujets, die er in einer unerreichten Meisterschaft geistig zu durchdringen vermag. Vom Porträt kommend, über Abstraktionen des Gegenständlichen auf der Suche nach dem Wesentlichen des Ausdrucks gelangt Jawlensky zu dieser reduzierten Form des Antlitzes. In immer neuer farblicher Interpretation pilgert er gleichsam einem Ziele zu, das in seiner Vorstellung die Vollendung der Vergeistigung des Gegenständlichen darstellt. Die Fülle der Arbeiten, die er in dieser formal begrenzten Komposition schuf, ist erstaunlich; zeugt sie doch von dem rastlosen Bemühen, sich dem zu nähern, was er als das Endgültige anstrebt. Alexej von Jawlensky hat in den Meditationen seine künstlerische Erfüllung gefunden. Bei der vorliegenden Arbeit herrschen Rot, Orange und leuchtendes Gelb vor; ein inneres Glühen durchdringt diese Meditation und ist das von Jawlensky in einem Brief an Galka Scheyer aus dem Jahr 1936 beschworene "durch Farben gesprochene Gebet". [EH]
791
Alexej von Jawlensky
Meditation, 1935.
Öl
Schätzung:
€ 40.000
Ergebnis:
€ 75.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Alexej von Jawlensky - Meditation - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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