Auktion: 494 / Klassische Moderne am 07.12.2019 in München Lot 569

 
569
Pablo Picasso
Portrait de Jacqeline à la fraise (La Dame à la Collerette), 1962/63.
Linolschnitt
Schätzpreis: € 18.000 - 24.000
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Objektbeschreibung
Portrait de Jacqeline à la fraise (La Dame à la Collerette). 1962/63.
Farbiger Linolschnitt.
Baer 1321 B b 2 (von B b 2). Bloch 1147. Eines von 9 oder 10 unsignierten Künstlerexemplaren. Auf Velin von Arches (mit dem Wasserzeichen). 53 x 39,5 cm (20,8 x 15,5 in). Papier: 62,5 x 44 cm ( 24,6 x 27,3 in).
Neben der Auflage von 50 Exemplaren, herausgegeben von der Galerie Louise Leiris aus dem Jahr 1963, gibt es noch etwa 20 Künstlerexemplare, von denen aber nur 8 signiert sind und eines mit einer Widmung versehen ist.
Gedruckt von Arnéra.

PROVENIENZ: Galerie Boisseré, Köln (mit einem Etikett auf der Rahmenrückpappe).
Privatsammlung Süddeutschland.

Aufrufzeit: 07.12.2019 - ca. 19.23 h +/- 20 Min.

Essay
Immer wenn Picasso eine Technik für sich neu entdeckt, versucht er, all ihre Möglichkeiten für sich auszuschöpfen. Der Farblinolschnitt, der in der späten Grafik von Picasso eine besondere Rolle spielt, ist nur ein Beispiel hierfür. Zeitgleich mit unserem Blatt entsteht der Linolschnitt "Portrait d’homme à la fraise", der ein Motiv von El Greco aufnimmt. In diesen beiden Farblinolschnitten moduliert Picasso ein vorgegebenes Thema, verwandelt und schafft es in seinem Sinne neu. Die weibliche Figur belebt er mit seiner Muse - und seit 1962 auch Ehefrau - Jaqueline. Zwar wählt er den Farblinolschnitt, doch bleibt er im Porträt selbst bei einer grisailleartigen Gestaltung und nur der ebenfalls gedruckte Rahmen bringt reduziert Farbe mit ein. Mit in verschiedenen Grau- und Schwarztönen gehaltenem Farbauftrag im Wechsel mit frei gelassenen Bereichen erlangt die Komposition eine differenzierte Modulation und betont wirkungsvoll das Gesicht. [EH]
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Pablo Picasso "Portrait de Jacqeline à la fraise (La Dame à la Collerette)"
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