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Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 161

 
Objektbeschreibung
Schweizer Berglandschaft im Winter. Wohl 1930 er Jahre.
Aquarell auf Papier.
Rechts unten signiert. Verso mit dem Sammlungsstempel der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde (nicht bei Lugt) und der handschriftlichen Nummerierung "L a 20". Auf Japan. 33,2 x 45,5 cm (13 x 17,9 in) , blattgroß.

- Seltenes Bergmotiv.
- In ausgesprochen guter Erhaltung
.
Mit einem Schreiben der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde vom 10. April 2018. Die Arbeit ist im Archiv der Stiftung registriert.

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass des Künstlers.

AUSSTELLUNG: Emil Nolde. Acquerelli e disegni dalla Fondazione Nolde di Seebüll, Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Rom 20.11.1984-20.1.1985, Nr. 120.
Emil Nolde. 75 Aquarelle aus der Sammlung der Nolde-Stiftung Seebüll, Rupertinum Salzburg, 22.5.-20.7.1986.
Schneeberge, Wolkenschönheit, Wettertannen: Emil Nolde und die Schweiz, Kirchner Museum, Davos 5.12.2010-3.4.2011.

"Die Natur ist herrlich hier und großartig."
Emil Nolde über die Schweiz

Essay
Schon früh beginnt die Liebe Emil Noldes zur Schweiz. 1892 kommt er das erste Mal in den Alpenstaat, er wird Lehrer für gewerbliches Zeichnen am Industrie- und Gewerbemuseum in St. Gallen. Die herrliche Natur und die sich in den Bergen bietenden Freizeitmöglichkeiten begeistern den jungen Mann. Zu seiner liebsten Beschäftigung wird das Steigen und Klettern in den Bergen. Bald reizen ihn auch hochalpine Touren, die Besteigung des Matterhorns wird seine Höchstleistung bleiben. Seine Eindrücke beschreibt er selbst wie folgt: "man findet hier noch die Natur in ihrer Ursprünglichkeit, ungekünstelt und mächtig. Stolz streben die Schneeberge zum Himmel empor". Seine Liebe zu den Bergen bleibt ein Leben lang, immer wieder kehrt er in die Schweiz zurück, oft zur gesundheitlichen Erbauung, aber auch beide Hochzeitsreisen 1924 mit Ada und 1948 mit Jolanthe gehen in die Schweiz. Immer regen ihn die Aufenthalte an, die unfassbare Schönheit der Alpen fassbar zu machen. Die Bergaquarelle entstehen meist draußen direkt vor dem Motiv. Sie erzählen von den imposanten Kulissen, die Nolde in gewohnt schwelgerischer Manier auf Papier bannt. Auch hier findet er die weiten Himmel und dramatischen Farbspiele, die Ihn zu seinen Aquarellen inspirieren. Während seiner zahlreichen Urlaube in der Schweiz entsteht kein einziges Ölbild mit Bergmotiv, offensichtlich empfand er die Ölmalerei als ungeeignetes Mittel, seine Eindrücke festzuhalten. Ein Blick auf unser Aquarell bestätigt dies: Meisterhaft setzt Nolde mit gerade mal zwei Farbtönen und unter Einbeziehung des weißen Japanpapiers die imposante Berglandschaft virtuos in Szene. [SM]
161
Emil Nolde
Schweizer Berglandschaft im Winter, Wohl 1930.
Aquarell auf Papier
Schätzung:
€ 70.000
Ergebnis:
€ 143.750

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Emil Nolde - Schweizer Berglandschaft im Winter - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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