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Auktion: 457 / Klassische Moderne II am 07.12.2017 in München Lot 117

 
Objektbeschreibung
Bildnis Grete Ring. Um 1923.
Aquarell.
Unten rechts signiert und mit einer persönlichen Widmung versehen. Auf dünnem Velin, auf festeres Velin aufgezogen. 70,5 x 52,5 cm (27,7 x 20,6 in) , Blattgröße.
[EH].

Die Arbeit wird in den zweiten Band des in Vorbereitung befindlichen Werkkatalogs der Aquarelle von Oskar Kokoschka aufgenommen.

Essay
Die dargestellte Grete Ring ist eine der wenigen erfolgreichen und anerkannten Kunsthistorikerinnen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Oskar Kokoschka hat die bei Heinrich Wölfflin in München promovierte Wissenschaftlerin auf diesem sehr persönlichen Blatt großformatig in Szene gesetzt. Grete Ring arbeitet zunächst an der Alten Pinakothek in München, ab 1919 in der Nationalgalerie Berlin und wechselt zu Beginn der 20er Jahre in den Kunsthandel zum Kunstsalon Paul Cassirer. Hier lernt sie vermutlich auch Oskar Kokoschka kennen. Kokoschka stellt die Kunstversierte mit festem und doch leicht nachdenklichem Blick dar. Nach dem Freitod Paul Cassirers übernimmt Grete Ring mit Walter Feilchenfeldt die Geschäfte. Im Jahr 1935 muss sie vor den Nazis fliehen und kann über Amsterdam nach London emigrieren, wo sie wieder eine Galerie eröffnet, die jedoch 1940 den deutschen Bombenangriffen zum Opfer fällt. 1952 verstirbt Grete Ring während eines Kuraufenthalts in der Schweiz.
117
Oskar Kokoschka
Bildnis Grete Ring, Um 1923.
Aquarell
Schätzung:
€ 18.000
Ergebnis:
€ 20.625

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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