Auktion: 439 / Klassische Moderne II am 08.12.2016 in München Lot 37

 

37
Fritz Klimsch
Mädchen mit Tuch, 1913.
Bronze
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 9.375

(inkl. Käuferaufgeld)
Mädchen mit Tuch. 1913.
Bronze mit schwarzer Patina.
Braun 79. Auf der Plinthe mit dem Namenszug des Künstlers und dem Gießerstempel "Strassacker / Kunstguss Süssen" und einem gestempelten Gütezeichen "Gütezeichen Kunstguss". Höhe: 81 cm (31,8 in).
Posthumer Guss.

LITERATUR: Hermann Braun, Fritz Klimsch. Werke, Hannover 1980, Nr. 11, S. 838, mit Abb. (anderes Exemplar).

Im Schaffen von Fritz Klimsch nimmt der weibliche Akt den größten Raum ein. Kaum ein anderer Bildhauer seiner Zeit hat sich so oft und intensiv mit dem weiblichen Akt auseinandergesetzt. Die weiblichen Figuren zeigen alle eine wunderbare Natürlichkeit und Anmut. Es gelingt Klimsch, den weiblichen Körper immer wieder in neuen Gestaltungsformen, ruhend oder bewegt, dabei jedoch stets in einer klaren, an der klassischen Antike orientierten Schönheit zu zeigen. Das klassische Element ist in dieser Arbeit noch deutlich vorhanden unter anderem in Form des in üppigen Falten fallenden Tuchs und der klassischen Stanbein - Spielbein Pose des Aktes. Das Herausragende dieser Bronze, wie Hermann Braun herausstellt, ist die Verbindung von Laszivität und Keuschheit, die unter Klimschs Frühwerken einmalig ist. [SM]



37
Fritz Klimsch
Mädchen mit Tuch, 1913.
Bronze
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 9.375

(inkl. Käuferaufgeld)