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Auktion: 466 / Klassische Moderne II am 07.06.2018 in München Lot 56

 
Objektbeschreibung
Bahndamm im Schnee. 1910.
Öl auf Malpappe.
Rechts unten schwer leserlich signiert und datiert. Verso betitelt und mit dem handschriftlichen Adressvermerk des Künstlers. 31 x 44,5 cm (12,2 x 17,5 in).

Ein bis heute unbekannt gebliebenes Werk, das erstmalig im Handel angeboten wird.
Wir danken Herrn Dr. Pavel Liška, Prag für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Willi Nienburg, Hamburg (verso mit dem Besitzervermerk, wohl direkt vom Künstler erworben, seitdem in Familienbesitz).
Privatsbesitz Süddeutschland (als Geschenk vom Vorgenannten).

AUSSTELLUNG: III. Ausstellung der Neuen Sezession, Berlin, Gemälde, Februar bis April 1911, Kat.-Nr. 47 (hier mit dem Titel "Eisenbahnbrücke").

LITERATUR: Vergleiche für die kompositionsgleiche größere Version: Wulf Herzogenrath und Pavel Liška, Arthur Segal 1875-1944, Köln/Berlin/Regensburg/Ascona/Tel Aviv 1988, Ausst.-Kat., Abb. S. 82.
"..sich auf einer soliden Zeichnung stützend, ist Arthur Segal ein Pointillist [..]. Segal weiß, daß man nicht nachahmen soll und findet die Lösung brutal zu werden, in der Farbe sowohl als auch in der Zeichnung, benützt nur Grundfarben und dazu noch ohne sie auf der Leinwand zusammenzubringen." - Rembrandt (Iser) (befreundeter Künstlers Segals), Salonul oficial, in: Flacâra, 1911-1912, S. 230ff.

Essay
Angeregt durch den aus dem Impressionismus hervorgegangenen Pointillismus, wie ihn Georges Seurat prominent vertrat, und auch unter dem Einfluss der Malerei von van Gogh, suchten die Maler in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Wege des künstlerischen Ausdrucks zu betreten. Doch war der deutschen Interpretation des Pointillismus keine bedeutende Zukunft beschieden. Es blieb, bis auf wenige Ausnahmen - Paul Baum und Curt Hermann -, bei einer phasenhaften Periode in den Viten der Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts. Trotzdem sollten gerade diese einzigartigen Arbeiten in ihrer Bedeutung nicht übersehen werden, schufen sie doch bei vielen Künstlern erst die Voraussetzung für das Finden eines eigenen Stils, der sie prägte. Arthur Segal hat sich länger mit dem Phänomen des Pointillismus auseinandergesetzt und Beachtliches in dieser Zeit geschaffen. Gilt schon der technischen Bewältigung einer lediglich aus isolierten Farbtupfern bestehenden Komposition die uneingeschränkte Bewunderung, so ist das Zusammenführen der Bildelemente zu einer einheitlichen Komposition umso beachtenswerter. [KD/SM]
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Arthur Segal
Bahndamm im Schnee, 1910.
Öl auf Malpappe
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 17.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Arthur Segal - Bahndamm im Schnee - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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