Auktion: 416 / Kunst nach 45 / Zeitgenössische Kunst am 07.06.2014 in München Lot 803

 
803
Cornelius Völker
Handtaschentragen 2-XLIV, 2000.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 27.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Objektbeschreibung
Handtaschentragen 2-XLIV. 2000.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert und bezeichnet "2-XLIV". 160,5 x 120,3 cm (63,1 x 47,3 in). [KP].

PROVENIENZ: Sies + Höke Galerie, Düsseldorf (auf dem Keilrahmen zweifach mit dem Galerieetikett).

Cornelius Völker, zweifellos einer der großen Vertreter der zeitgenössischen deutschen Kunst, kommt im Jahr 1965 in Kronach zur Welt. 24-jährig entscheidet er sich für ein Kunststudium und immatrikuliert sich 1989 an der renommierten Kunstakademie in Düsseldorf. 1995 schließt Cornelius Völker die Ausbildung ab. Schon bald macht sich der junge Maler einen klingenden Namen in der Kunstszene. Seine Werke, auch die Arbeiten auf Papier, zeigen ihn an erster Stelle als Maler, der Farbe und Pinsel virtuos beherrscht. In unterschiedlichen Stillagen zwischen Figuration und Abstraktion zeigt Cornelius Völker die Banalitäten des Alltags: Schokoladentafeln und Damenfrisuren, Pflaster und Meerschweinchen, Strohhalme und Teebeutel. Mit seiner malerischen Begabung, der Kraft seines Striches und seinem Auge für die spannungsvolle Komposition gelingt es Cornelius Völker, auch das unbedeutendste Motiv auf den Rang des großen Kunstwerks zu heben.

Darüber hinaus liegt die Besonderheit von Völkers Bildern im geradezu spielerischen Blickwinkel auf sein Sujet. Typisch ist zudem, wie in unserem Bild zu sehen, die Wahl ungewöhnlicher Bildausschnitte, die den Betrachter einerseits immer wieder überraschen und ihn andererseits einladen, die Bilderzählung weiterzuspinnen: Wie alt ist das Mädchen, das die Tasche hält, wie sieht sie aus, oder ist die Dargestellte überhaupt ein Mädchen oder eine Frau? Auch der Bildtitel kann diese Frage nicht beantworten, bleibt er doch auf eine Tätigkeit begrenzt. Einmal mehr zeigt sich: Die Leerstellen, die Cornelius Völker bewusst inszeniert, sind die spannende Quintessenz seiner Kunst.

Cornelius Völker wird schon in den 1990er Jahren mehrfach preisgekrönt. Neben zahlreichen Stipendien sind der Kieler Cinarchea Special Award of the Jury (1996), der Bergische Kunstpreis (1999) und der Lingener Kunstpreis (2004) zu nennen. Seit 2005 bekleidet Cornelius Völker eine Professur für Malerei an der Kunstakademie Münster. Unter den zahlreichen internationalen Einzelausstellungen seiner Werke sind die großen Museumsschauen im dänischen Esbjerg Kunstmuseum (2014), in der Von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal (2012), dem Münchner Museum Villa Stuck, dem Mönchehaus-Museum in Goslar und dem Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen (alle 2011) besonders hervorzuheben. Cornelius Völker lebt und arbeitet in Düsseldorf und New York.
Cornelius Völker ist u.a. vertreten in:
Andreas Grimm, München/ New York
Galerie Klaus Gerrit Friese, Stuttgart
WIMMERplus, Prien am Chiemsee
Galerie Ebbers, Kranenburg
Galerie Martina Detterer, Frankfurt
Galerie Eugen Lendl, Graz
Galerie Edition Kopenhagen
Hosfelt Gallery, San Francisco
Galerie Ludorff, Düsseldorf
Munich RE, München
Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Städel Museum, Frankfurt/Main

803
Cornelius Völker
Handtaschentragen 2-XLIV, 2000.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 27.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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