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Sensationelle Kunstauktionen: Von der Klassischen Moderne bis heute
Weltrekord für Nay
Robert_Ketterer_versteigert_Beckmann Mit dem Erlös von € 2.312.500* erzielt Auktionator Robert Ketterer einen neuen Weltrekord** für Ernst Wilhelm Nay

München, 9. Dezember 2017 (kk) - Die sehr erfolgreichen Jahresendauktionen erzielten mit rund € 25 Millionen* Gesamterlös (mit Nachverkauf sicher deutlich über € 26 Millionen*) und mit bis zu 85% Verkaufsquote nach Losen ein mehr als stattliches Ergebnis. Die zunehmende Attraktivität der zeitgenössischen Kunst bestätigen 30% Erstkäufer in diesem Bereich. Für einen historischen Moment sorgte Ernst Wilhelm Nay.

Top 5

€ 2.312.500* Aufruf: € 230.000
Los 804: Ernst Wilhelm Nay - Scheiben und Halbscheiben

€ 775.000* Aufruf: € 190.000
Los 611: Franz Marc - Zwei Pferde, blaugrün

€ 650.000* Aufruf: € 180.000
Los 813: Günther Uecker - Weißes Feld

€ 587.500*  Aufruf: € 190.000
Los 675: Oskar Kokoschka - Hamburg III

€ 587.500*  Aufruf: € 380.000
Los 660: Kurt Schwitters - Merzzeichnung

€ 562.500*  Aufruf: € 65.000
Los 648: Auguste Herbin - Le vieux port de Bastia  

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir konnten großartige Rekorde und ausgezeichnete Erlöse verbuchen", so Robert Ketterer. "Die Entwicklung der zentralen Kennzahlen untermauert die hohe Attraktivität unserer Offerte". Der Auktionator und Inhaber von Ketterer Kunst betont: "Wir sehen deutlich weniger Lose und insgesamt höhere Einzelpreise". Allein die Dezember-Auktionen sorgten für eine durchschnittliche Steigerung von über 80% pro verkauftes Objekt. Insgesamt 47 Erlöse erreichten oder übertrafen die € 100.000-Marke.

Die thematischen Schwerpunkte waren:
1. Kunst nach 1945/Contemporary Art und Sammlung Ellen Sauter
2. Klassische Moderne

zu 1. Kunst nach 1945

Der unangefochtene Star des dreitägigen Auktionsmarathons war Ernst Wilhelm Nays Ölgemälde "Scheiben und Halbscheiben" (Los 804), das nicht nur einen neuen Weltrekord** aufstellte, sondern auch den gerade eine Woche alten um mehr als 1 Million Euro übertraf. Für das mit € 230.000 aufgerufene Werk hatten sich allein zehn Telefonbieter beworben, die neben der Schweiz aus allen Regionen Deutschlands stammten. Bereits bei einem Gebot von € 800.000 ging ein Raunen durch den Raum. Der bisherige Rekord war gebrochen, aber es ging noch höher. Bei einer Million Euro war die spannungsgeladene Stille greifbar, doch auch da ging es noch weiter - viel weiter. Erst bei einem Erlös von € 2.312.500* fiel der Hammer und unter lautem Klatschen wurde das in allen Farben leuchtende Glanzlicht seinem neuen Eigentümer, einem ebenfalls telefonisch zugeschalteten international agierenden Kunstsammler, zugesprochen.

Für Spannung im Auktionssaal sorgte auch Sérgio de Camargos "Ohne Titel (n°349).1971" (Los 853). Hier kamen die Bewunderer nicht nur aus Deutschland, sondern waren auch telefonisch aus der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Brasilien und aus mehreren amerikanischen Staaten zugeschaltet. Am Ende wurde die Arbeit mit dem Erlös von € 450.000* nach USA verkauft. Dies entspricht mehr als einer Verdreifachung des Aufrufs von € 130.000 und setzt zugleich eine neue Rekordmarke** für ein Werk dieses Künstlers in Deutschland.

An die amerikanische Ostküste ging "Das Abgarbild" (Los 867) von Georg Baselitz. Auf den Aufruf von € 170.000 warteten sowohl Sammler als auch Händler aus ganz Deutschland. Telefonisch zugeschaltet waren außerdem Sammler aus Irland und aus Florida. Das Höchstgebot kam jedoch mit € 425.000* aus dem Staat New York.

Mit über 30 Telefonbietern und einem halben Dutzend schriftlichen Aufträgen neben regem Interesse im Saal dürfte die frühe Arbeit "Peinture 33x22, 1957" (Los 802) von Pierre Soulages wohl das meiste Interesse auf sich gezogen haben. Neben zahlreichen Bietern aus Deutschland und Frankreich kamen die Gebote auch aus Dubai, Großbritannien, Holland, Israel, Italien, Kanada, Luxemburg, Marokko, den USA und der Schweiz. Den Sieg für das mit € 35.000-45.000 sehr attraktiv geschätzte Ölgemälde trug schließlich ein Händler aus Frankreich mit dem Erlös von € 375.000* davon.

Jeweils mehr als ein halbes Dutzend Bieter aus ganz Deutschland, Großbritannien und den USA sammelten sich an den Telefonen als zwei Aquarelle von Gerhard Richter mit jeweils € 100.000 aufgerufen wurden. Während der Käufer der titellosen Arbeit mit der Losnummer 866 bereits mit dem Erlös von € 237.500* zum neuen Eigentümer avancierte, forderte das "Gebirge" (Los 868) den Erlös von€ 368,750*. Beide Werke gingen ins Rheinland.

Für Blinky Palermos vierteiliges Werk "Happier than the Morning Sun" (for S. Wonder) (Los 861) begeisterten sich vor allem Interessenten aus Belgien und aus Deutschland. Ein Sammler aus Süddeutschland verteidigte die mit 200.000 aufgerufene Arbeit. Er benötigte den Erlös von € 300.000* um die Mischtechnikarbeit mit ihrer subtilen Bedeutung mit nach Hause zu nehmen.

Die Sammlung Ellen Sauter

Die wirbelartig in Günther Ueckers Arbeit "Weißes Feld" angeordneten Nägel sorgen für eine rhythmische Dynamik, die sich auch im passionierten Bietgefecht um dieses Glanzstück der Kollektion wiederfand. Neben dem gut gefüllten Auftragsbuch und dem Saal wetteiferten hier rund ein Dutzend Telefonbieter aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Monaco und der Schweiz sowie aus Brasilien. Den großen Coup landete letztlich der belgische Handel mit dem Gebot von € 650.000*.

Ebenfalls im sechsstelligen Bereich, nämlich bei € 162.500 liegt der Erlös für Jan Schoonhovens "R 43-4", den der holländische Handel gewährte. Fast ausnahmslos und mit hervorragenden Steigerungen abgesetzt wurden 13 weitere Arbeiten. Doch es besteht noch die Chance, sich eines der begehrten Objekt aus der Sammlung zu sichern, denn 32 Werke befinden sich in der aktuellen Online-Auktion auf www.ketterer-internet-auktion.de, wo sie bis zum 15.12. um 15 Uhr beboten werden können.

Ausgezeichnete Steigerungen erfuhren u.a. auch:
Los Küstler (Technik) Titel Aufruf      Erlös
856 Richter (Öl) Rot-Blau-Gelb € 190.000 € 237.500*
820 Jorn (Öl) C’est dans l’air    € 25.000 € 212.500*
826 Uecker (Nagelarbeit)   Riß € 140.000 € 212.500*
874 Graubner (Objekt) Farbraumkörper, gelb/orange   € 70.000 € 187.500*

zu 2. Klassische Moderne
An der Spitze dieser Abteilung stehen Franz Marcs "Zwei Pferde, blaugrün" (Los 611), die sich ein im Saal anwesender Mäzen für den Erlös von € 775.000* gegen das Auftragsbuch und Telefonbieter aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich sicherte. Er sorgte damit für eine Vervierfachung des Aufrufpreises von € 190.000.

Ebenfalls ganz oben angesiedelt sind neben Max Beckmanns "Stilleben mit Rosen" (Los 652), das derselbe Sammler der sich auch die Arbeit von Ernst Wilhelm Nay geschichert hatte, für den Erlös von 500.000* ergatterte, auch Oskar Kokoschkas "Hamburg III" (Los 675) und Kurt Schwitters’ "Merzzeichnung" (Los 660), die beide für jeweils € 587.500* abgegeben wurden. Während letztere an ein Museum in Houston, Texas ging, das sich gegen Interessenten aus Deutschland und der Schweiz durchsetzte, wetteiferten bei ersterem neben dem gut gefüllten Auftragsbuch und dem Saal auch drei besonders beharrliche Telefonbieter aus dem Norden Deutschlands. Den Sieg trug ein Sammler aus Berlin davon.

Fast eine Verneunfachung erfuhr Auguste Herbins für attraktive € 65.000 aufgerufenes Ölgemälde "Le vieux port de Bastia" (Los 648), das alleine 14 Telefonleitungen mit Bietern aus ganz Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Irland, Israel, Monaco und der Schweiz zum Glühen brachte. Ein im Saal anwesender englischer Händler bot schließlich den Erlös von € 562.500* für die schöne Korsikaansicht aus dem spannenden Jahr 1907 und schlug so nicht nur die Konkurrenz aus dem Feld, sondern stellte gleichzeitig einen Weltrekord** für eine Arbeit dieses Künstlers auf.

Für ein sehr gutes Ergebnis sorgte auch Gabriele Münters "Vereiste Straße" (Los 610). Ein telefonisch zugeschalteter Sammler aus dem Rheinland stoppte den Bieteifer im Saal mit dem Erlös von € 337.500*, was einer Verdreifachung des Aufrufs von € 110.000 gleichkommt. Ein anwesender Sammler aus Bayern honorierte dagegen den "Zigeunerwagen II" (Los 646) mit dem Erlös von € 125.000*, was einer Verdoppelung des Aufrufs von € 65.000 entspricht. Damit verwies er die vornehmlich süddeutsche Konkurrenz auf die Plätze.

Großen Anklang fanden fast ein Dutzend Arbeiten von Emil Nolde, von denen sechs die 100.000-Marke übersprangen, allen voran das Aquarell "Hohe See unter violettem Himmel" (Los 632), das der englische Handel für € 275.000* übernahm. Der Erlös kommt dem Bau eines Friedensstupa in Österreich zugute. "Rittersporn und Dahlien" (Los 671) ging dagegen für € 212.500* nach Franken, die die hartnäckige Konkurrenz aus dem Rest Deutschlands und aus Österreich überbot, während das Ölgemälde "Holzfigur (Judas)" (Los 627) für € 187.500* nach Brandenburg abgegeben wurde.

Ein enges Duell lieferten sich zwei Sammler aus Nordrhein-Westfalen am Telefon, als Erich Heckels (Fränzi) "Kind in der Hänegematte" (Los 623) mit € 90.000 aufgerufen wurde. Schnell übernahm jedoch der Saal den Part des einen Telefonbieters. Verkauft wurde das sympathische Aquarell mit dem berühmten Motiv schließlich für € 243.750* an den anderen und der Herr im Saal hatte das Nachsehen. Nebenbei wurde hier noch ein Weltrekord** erzielt, der den bisherigen verdoppelte.

Im Bereich der Skulpturen glänzte neben Georg Kolbes "Sitzende" (Los 329), die bei aufgerufenen € 35.000 für den Erlös von € 47.500* in eine süddeutsche Privatsammlung wanderte, vor allem auch die Bronze "Frierendes Mädchen" (Los 618) von Ernst Barlach. Ein Sammler aus Brandenburg sicherte sich die Figur bei einem Erlös von € 125.000* gegen den Saal und Telefonbieter aus dem Rest Deutschlands.

Sehr gute Erlöse verbuchten zudem:
Los Küstler (Technik) Titel Aufruf        Erlös
645 Jawlensky (Öl) Abstrakter Kopf. Orient... € 140.000   € 175.000*
649 Nolde (Aquarell)       Abendwolken am Meer      € 80.000 € 168.500*
668 Birkle (Öl) Klettenfeve und Josevetter   € 40.000 € 125.000*
665 Bloch (Öl) Stammgäste € 20.000 € 125.000*

Die bei den Auktionen unverkauften Objekte können bis Januar 2017 im Nachverkauf erworben werden. Ergebnislisten zur Auktion sind telefonisch unter 089-55244-0 erhältlich.

*    Der gerundete Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 25 % Aufgeld bei Zuschlägen bis € 500.000. Auf den Teil des Zuschlagspreises, der € 500.000 übersteigt, wird ein Aufgeld von + 20 % berechnet und zu dem Aufgeld hinzuaddiert, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis € 500.000 anfällt.
**   Quelle: www.artprice.de

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Repräsentanzen in Berlin, Heidelberg, Düsseldorf, in der Benelux-Union, Frankreich, Italien und der Schweiz sowie in den USA tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie monatliche Online-Auktionen unter www.ketterer-internet-auktion.de statt. Robert Ketterer ist Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst.

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