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Auktion 431 Kunst des 19. Jahrhunderts in München
€ 300.000 für den Frühling
München, 25. Mai 2016, (kk) - Mit der Auktion Kunst des 19. Jahrhunderts startete heute der äußerst erfolgreiche Auftakt des Ketterer Kunst-Auktionsfrühlings in München. Das neue Konzept, das den Fokus auf die Kunst des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts legt, wurde extrem gut angenommen. So übertrifft denn auch der Gesamterlös von rund € 1.45 Millionen* das Ergebnis der letzten Auktion um über € 500.000.
 

Stuck
Franz von Stuck
Frühling, um 1900/1902
Öl auf Holz, 58 x 50 cm
(22.8 x 19.6 in)
Aufruf: € 30.000
Erlös: € 300.000*
Top 5

€ 300.000* Aufruf: € 30.000
Nr. 092: Franz von Stuck
Frühling

€ 97.500* Aufruf: € 10.000
Nr. 009: Jan Chelminski
Parforcejagd

€ 92.500* Aufruf: € 24.000
Nr. 096: Franz von Stuck
Sonnenuntergang

€ 60.000*  Aufruf: € 45.000
Nr. 123: Ludwig von Hofmann
Tanzende in weiter Landschaft

€ 57.500*  Aufruf: € 15.000
Nr. 102: Franz von Stuck
Porträt Frau von Stuck


"Das Interesse an dieser Epoche nimmt stetig zu. Dies beweisen neben einer Verkaufsquote von 74% nach Losen rund 30% Neukunden und fast 40% Kunden, die heute erstmals als Käufer aktiv waren. Dabei erzielte jedes verkaufte Objekt eine beeindruckende durchschnittliche Steigerung von 115%", so Firmenchef Robert Ketterer.

Der glückliche Gewinner beim Wettstreit um das Top-Los des Tages war jedoch kein Neukunde. Franz von Stucks bezaubernder "Frühling" (Los 92) war weltweit sehr begehrt. Nach dem Aufruf mit € 30.000 etablierte sich ein langes und recht hitziges Bietgefecht zwischen dem Saal, zahlreichen Online-Bietern, rund einem halben Dutzend schriftlichen Interessenten aus Deutschland und Hong Kong sowie fast einem Dutzend Telefonbietern aus Österreich, Großbritannien, Russland und der Schweiz. Erst mit einer Offerte von € 300.000* und damit einer Verzehnfachung des Startgebots gelang es einem bayerischen Sammler sich gegen die äußerst hartnäckige Konkurrenz durchzusetzen und das wertvolle Kleinod für sich zu ergattern.

Generell waren die Arbeiten des süddeutschen Künstlers sehr beliebt, wurden doch alle sieben angebotenen Werke ausnahmslos und mit äußerst guten Steigerungen abgesetzt. So hob beispielsweise eine süddeutsche Sammlerin, die vier Lose zuvor das Nachsehen hatte, Franz von Stucks "Sonnenuntergang" (Los 96) von aufgerufenen € 24.000 bis auf den Erlös von € 92.500* während das "Porträt Frau von Stuck" (Los 102) nur wenig später gegen heftigen Widerstand aus Deutschland, Italien und der Schweiz bei einem Aufruf von 16.000 für € 57.500* nach Großbritannien abgegeben wurde.

Einen neuen Weltrekordpreis erzielte kurz zuvor ein Schüler Franz von Stucks: Mit seinem Ölgemälde "Dame im Park" (Los 100) begeisterte Albert Weisgerber bei über einem halben Dutzend schriftlichen Aufträgen, reger Beteiligung im Netz und im Saal auch neun Interessenten an den Telefonen. Das prickelnde Bietgefecht wurde dann jedoch von einem süddeutschen Sammler gestoppt, dessen schriftilches Gebot durchaus noch Raum nach oben gelassen hätte. Er honorierte das freundliche Werk, das die Gattin des Künstlers auf einem Parkweg zeigt, mit dem Erlös von € 42.500* und sorgte damit für mehr als eine Verfünffachung des Aufrufspreises.

Fulminant war bereits der Auftakt der Auktion als mit der Losnummer 9 Jan Chelminkis 1876 entstandenes Ölgemälde "Parforcejagd" zum Aufruf kam. Allein ein gutes Dutzend seiner Landsmänner hatte sich an den Telefonleitungen versammelt. Hinzu kamen Bieter aus Deutschland und den USA, ein gute gefülltes Auftragsbuch, zahlreiche Online-Bieter und nicht zuletzt ein voller Saal. Für den Erlös von € 97.500* und damit fast das Zehnfache des Aufrufpreises trug schließlich ein Sammler aus Nordrhein-Westfalen den Sieg davon.

Platz 4 in der Spitzengruppe fiel dem darmstädter Künstler Ludwig von Hofmann zu. Wie schon beim grandiosen Erfolg eines ähnlichen Ölgemäldes des Künstlers vor einigen Jahren, das mehr als das Sechsfache seines Aufrufpreises erlöste, waren auch die "Tanzenden in weiter Landschaft" (Los 123), die dieses Mal die Offerte bereicherten, vor allem in Deutschland sehr gefragt. So war es nicht verwunderlich, dass das farbenprächtige Querformat, das mit einem Aufruf von € 45.000 an den Start gegangen war, hierzulande direkt an eien im Saal anwesenden Herrn aus Süddeutschland abgegeben wurde. Er bewies den längsten Atem und verwies die rege Konkurrenz mit dem Erlös von € 60.000* auf die Plätze.

Sehr erfolgreich war auch Caspar David Friedrich mit seiner kleinformatigen Federzeichnung der "Kirche von Lyngby" (Los 60), um die letztlich zwei telefonisch bietende Interessenten aus Nordeutschland und Hessen wetteiferten. Bei einem Aufruf von € 28.000 trieben sie das um 1795/1797 entstandene Werk bis auf den Erlös von € 47.500* und erlaubten damit fast eine Verdoppelung des Ausgangspreises.

Ebenfalls gute Steigerungen erfuhren die vier Arbeiten von Alexander Koester, (Lose 97,99,101,103), die von seinen "Enten im Teich (Enten am Bach)" mit dem Erlös von € 30.000* angeführt werden. Während drei Gemälde in Deutschland verblieben tritt eines nun die Reise ans andere Ende der Welt an, denn sein neues Zuhause liegt an der australischen Ostküste.

Die in seine beiden Werke gesetzten Erwartungen übertraf auch Heinrich Bürkel. Vor allem sein Ölgemälde "Am Dorfbrunenn in den italienischen Bergen" erklomm schnell luftige Höhen, als sich ein süddeutscher Sammler in das Geschehen einmischte und die mit € 12.000 aufgerufene Arbeit für den Erlös von € 27.500* ersteigerte.

Großartige Steigerungen erzielten u.a. auch:
Losnr.  Küstler (Technik) Titel Aufruf       Erlös
131 Walter Leistikow (Öl) Grunewaldsee € 35.000 € 37.500*
138 Wilhelm Kuhnert (Öl) Löwe an der Tränke    € 22.000 € 37.750*
134 Wilhelm Kuhnert (Öl) Liegender Löwe €  7.000 € 37.750*
169 Edouard Léon Cortès (Öl)   Paris … €  9.000 € 22.500*
048 Albert Flamm (Öl) Via Appia €  7.000 € 21.875*

Die bei den Auktionen unverkauften Objekte können bis 22. Juni 2016 im Nachverkauf erworben werden. Ergebnislisten zur Auktion sind telefonisch unter 089-552440 erhältlich.

*  Der gerundete Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 25 % Aufgeld bei Zuschlägen bis € 500.000.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der € 500.000 übersteigt, wird ein Aufgeld von + 20 % berechnet und zu dem Aufgeld hinzuaddiert, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis € 500.000 anfällt.
Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Galerieräume in Berlin und Repräsentanzen in Heidelberg, Düsseldorf und Modena, Italien tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie monatliche Online-Auktionen unter www.ketterer-internet-auktion.de statt. Robert Ketterer ist Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst.

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