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Gruppe Cercle et Carré

Die Künstlerbewegung "Cercle et Carré" formierte sich 1929 in Paris. Die Initiative ging von dem Schriftsteller, Poeten und Kritiker Michel Seuphor und dem aus Uruguay stammenden Maler und Kunsttheoretiker Joaquín Torres García aus. In Entsprechung zu dem gewählten Namen, der mit Kreis und Quadrat zwei geometrische Grundformen benannte, stellten sie ihren Anspruch dar, in Opposition zum Surrealismus konstruktivistische Tendenzen in der Avantgardekunst zu fördern.
Zu den Mitgliedern von "Cercle et Carré" zählten unter anderem Hans Arp, Le Corbusier, Kurt Schwitters, Luigi Russolo, Fernand Léger, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Amédée Ozenfant, Antoine Pevsner und Georges Vantongerloo.
Die im Frühjahr 1930 von "Cercle et Carré" organisierte Gruppenausstellung in der Pariser Galerie 23, rue La Boëtie, versammelte abstrakte Positionen der Mitglieder und war, neben dem Erscheinen von drei Zeitschriften, der einzige Schritt in die Öffentlichkeit. Obwohl sich die Gruppe noch im Herbst des selben Jahres wieder auflöste, darf ihr Einfluss auf die Positionierung der abstrakten Kunst als folgenreich bezeichnet werden. So gilt beispielsweise die 1931 in Paris gegründete Gruppierung "Abstraction - Création" im weiteren Sinne als Nachfolgeorganisation, vereinte sie doch zahlreiche ehemalige Mitglieder von "Cercle et Carré".


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