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Gruppe BLOK

"BLOK" nimmt eine zentrale Stellung innerhalb der polnischen konstruktivistischen Avantgardebewegung ein, formulierte die 1924 gegründete Gruppe doch zentrale theoretische Positionen dieser Kunstströmung. Dem Zusammenschluss von "BLOK" vorausgegangen war eine Ausstellung junger polnischer Künstler, darunter Karol Krynski, Witold Kajruksztis und Maria Puciatycka, die in ihrem Schaffen zwar heterogen waren, deren gemeinsames Bestreben es aber war, eine neue Kunst gerade aus der Vielfalt der gegenwärtigen Kunstströmungen wie dem Kubismus, dem Futurismus und dem Suprematismus heraus zu erschaffen, wobei der Konstruktivismus stets handlungsleitend sein sollte, wie Wladyslaw Strzeminski es ausdrückte und wie es als Programm von "BLOK" festgeschrieben wurde. Funktionalität, Logik, Technik und Klarheit sind zudem als Schlagworte zu benennen.
Der künstlerische Prozess sollte entsprechend der Vorstellung der "BLOK"-Künstler von der kreativen Inspiration abgekoppelt und in Analogie zum Ingenieurberuf als technische Produktion bezeichnet werden. Diese Art der Kunstproduktion sollte außerdem in der Gesellschaft Wirkung entfalten. Den zukunftsweisenden technikzentrierten Anspruch unterstrich "BLOK" mit ihrer ersten Gruppenausstellung, die in einem Autohaus stattfand.
Zu den Mitgliedern von "BLOK" gehörten außerdem Henryk Berlewi, Jan Golus, Katarzyna Kobro, Henryk Stazewski und Mieczyslaw Szczuka, die vorwiegend Plastiken, Gemälde und graphische Arbeiten erschufen. Aufbrechende inhaltliche Differenzen führten zur Auflösung der Gruppe im Jahr 1926.


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