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Groupe de Recherche d'Art Visuel (GRAV)

Die "GRAV" abgekürzte Künstlergruppe "Groupe de Recherche d'Art Visuel", namentlich eine Gruppierung zur Erforschung der "visuellen", auf die Wahrnehmungsphänomene fokussierten Kunst, wurde im Jahr 1960 in Paris gegründet und hatte bis 1968 bestand. Manifeste fixierten das theoretische Fundament der Gruppe, die jährlich eine (in späteren Jahren auch internationale) Ausstellung bespielte und auch den "Neuen Tendenzen" zugehörte.
Eine kinetische und der Op Art verpflichtete Kunst, die Bewegung, Licht, visuelle Wahrnehmung, neue Technologien und Raumstrukturen thematisierte, stand im Zentrum des "Groupe de Recherche d'Art Visuel". Kinetische, bewegte Kunstobjekte wurden häufig im Sinne eines Environments innerhalb von eigens dafür strukturierten Räumen präsentiert, um so den Betrachter intensiver und unmittelbarer in das künstlerische Erlebnis einzubeziehen. Das Publikum sollte, der Idee des "Groupe de Recherche d'Art Visuel" folgend, nicht mehr nur in der passiven Rolle des Betrachtenden und Konsumierenden verweilen, sondern zu einem aktiven Teil eines künstlerischen Ambientes werden.
Victor Vasarely (1908-97) war der Gründungsvater und zugleich der Hauptvertreter des "Groupe de Recherche d'Art Visuel". Sein Sohn Jean-Pierre Yvaral (1934-2002), Horacio Garcia-Rossi (geb. 1929), François Morellet (geb. 1926), Julio Le Parc (geb. 1928), Francisco Sobrino (geb. 1932) und Jöel Stein (geb. 1926) rechnen ebenfalls zu den Hauptvertretern der Vereinigung. Op Art und Kinetische Kunst wurden in Frankreich maßgeblich von den Mitgliedern des "Groupe de Recherche d'Art Visuel" geprägt und getragen.


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