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Georgian Style

Der Georgian Style ist ein spätbarocker englischer Dekorations- und Möbelstil, benannt nach den englischen Königen Georg I. Ludwig, Georg II. August und Georg III. Wilhelm Friedrich. Der Georgian Style wird gemeinhin in drei Stilphasen unterteilt:
Das "Early Georgian" währt zwischen 1714 und 1727 und ist durch die bevorzugte Verwendung von Walnussholz-Corpi in der Tischlerkunst charakterisiert. Es folgt das "Mid Georgian", das zwischen etwa 1720 und 1770 angesetzt wird. Das "Late Georgian" schließt an und endet 1811, als Georg IV. die Herrschaft für seinen an einer Geisteskrankheit leidenden Vater übernahm und der klassizistische Regency Style vorherrschte.
Late und Mid Georgian sind die bedeutungsvollsten der Georgianischen Stilepochen. Das zuvor vorherrschende Walnussholz war mittlerweile durch das rotbraun glänzende Mahagoni ersetzt worden, das den Eindruck vieler Möbel der Epoche maßgeblich prägt. Der bekannteste unter den Designern ist mit Thomas Chippendale (1718-79, "Chippendale-Style") genannt, der berühmt gewordene Sitzmöbel mit reizvoll durchbrochenen Lehnen und geschwungenen Geißfüßen schuf. George Hepplewhites (um 1727-86) aus dem Louis-seize entwickelte Arbeiten sind leichter und filigraner, aus Mahagoni oder Seidenholz gefertigt und oft mit einem eleganten Dekor aus drei Straußenfedern verziert. Auch Thomas Sheraton (1751-1806, "Sheraton-Style") reüssierte im Möbelfach, wobei er sich auf den Entwurf beschränkte. Seine Werke in Palisander und Mahagoni sind schlichter, meist mit begradigten Beinformen und in feingliedriger Ausführung. Orientiert hat sich Sheraton an Robert Adam (1728-92), der den wegweisenden klassizistischen "Adam-Style" prägte.
In der Architektur bezeichnet "Georgian Style" den Klassizismus des englischen 18. Jahrhunderts.


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