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Bauhaus, VChUTEMAS und UNOVIS

Bauhaus, VChUTEMAS und UNOVIS sind drei Ausbildungsstätten für Künstler, die maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der geometrischen Abstraktion vor 1945 nahmen.
Am Bauhaus, 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, gingen vor allem von László Moholy-Nagy, Josef Albers, Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky wichtige Impulse im Hinblick auf die geometrische Abstraktion aus. Didaktisch und theoretisch begleitet wurde diese Entwicklung am Bauhaus unter anderem von dem Grundkurs "Analytisches Zeichnen" unter Wassily Kandinskys Leitung, dessen Reflektionen 1925 in die Reihe der Bauhaus-Bücher als Abhandlung "Punkt und Linie zu Fläche" mündeten.
Ab 1920 existierte in Moskau die Kunstschule VChUTEMAS (auch WChUTEMAS), die in ihrer künstlerischen, lebensreformerischen und didaktischen Ausrichtung in den Anfangsjahren bis 1926 dem Bauhaus ähnelte, ehe im Zuge einer Umstrukturierung der avantgardistischen Kunst der Rücken zugekehrt wurde. An der VChUTEMAS unterrichteten unter anderem El Lissitzky, Alexander Rodtschenko und Wassily Kandinsky, die ihre Errungenschaften auf dem Feld der geometrischen Abstraktion hier weitergaben.
Im Umkreis des Suprematismus ist schließlich die Gruppe UNOVIS zu nennen. UNOVIS existierte von 1919 bis 1922 als Zusammenschluss von Studierenden und Dozenten der Staatlichen Freien Kunstwerkstätten in Vitebsk und entstand, als Kasimir Malewitsch als Lehrer an die Kunstschule berufen wurde. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem El Lissitzky, Anna Kagan und Ilja Tschaschnik. Mit Kasimir Malewitsch, dem führenden Vertreter des Suprematismus, als Vordenker der Vereinigung war es erklärtes Ziel von UNOVIS, den Suprematismus in der Gesellschaft zu verorten.


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