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Auktion: 466 / Klassische Moderne II am 07.06.2018 in München Lot 108

 
Objektbeschreibung
Der Abend. 1925.
Öl auf Leinwand.
Firmenich/Lukas 62. Links unten signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen mit dem handschriftlichen Adressaufkleber des Künstlers. 158 x 52,5 cm (62,2 x 20,6 in).

Frühe, bedeutende Arbeit des Künstlers.

PROVENIENZ: Galerie Nierendorf, Berlin.
Prof. Dr. Dr. Aloys Greither, Holzhausen/München.
Privatsammlung.

AUSSTELLUNG: Josef Scharl. 33 Gemälde und 20 Handzeichnungen, Graphisches Kabinett J. B. Neumann und G. Franke, München 7.2.- 5.3.1931, Nr. 2.
Josef Scharl, Galerie Beisel, Karlsruhe 1.-31.5.1947, Kat.-Nr. 15 (Faltblatt).
Josef Scharl. Gedächtnisausstellung, Galerie Nierendorf, Berlin 20.4.-16.6.1964, Kat.-Nr. 16.
Josef Scharl, Städtisches Museum, Trier 21.11.1967-2.1.1968, Kat.-Nr. 2.
Josef Scharl 1896-1954, Kunstverein, Heidelberg 14.1.-11.2.1968, Faltblatt Nr. 3.
Josef Scharl. Ölbilder - Tempera - Zeichnungen - Druckgraphik, Galerie Günther Franke, München 17.4.-29.5.1971, Kat.-Nr. 3.
Josef Scharl, Museum am Ostwall, Dortmund 26.9.-31.10.1976, Kat.-Nr. 3 (auf dem Keilrahmen mit dem Ausstellungsetikett).
Josef Scharl. 94 Ölbilder, Moderne Galerie im Saarland Museum, Saarbrücken 16.1.-13.2.1977, Liste Nr. 4 (auf dem Keilrahmen mit Aufkleber).
Josef Scharl 1896-1954, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 15.12.1982-30.1.1983, Kat.-Nr. 65, mit Abb. S. 163 (auf dem Keilrahmen mit dem Ausstellungsetikett).

"Die große künstlerische Entwicklung in 35 Schaffensjahren ist harmonisch ohne Stilbruch, ohne Widerspruch. Scharl ging diesen weiten Weg mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit dem gleichen inneren Zwang, die ihn auch als Menschen bestimmt haben."
Prof. Greither, 1967 (in: Josef Scharl zum 70. Geburtstag, Galerie Nierendorf Berlin, S. 9)

Essay
Der stark gestische Pinselstrich, der fast alle Werke von Josef Scharl auszeichnet, ist auch Ausdruck einer formalen Konzentration der Bildinhalte. Scharl, der, beeinflusst von den Werken der französischen Spätimpressionisten, insbesondere doch von van Gogh, seinen eigenen Weg der expressiven Interpretation suchte, hatte sich im Laufe seines Schaffens eine formale Geschlossenheit der Komposition erarbeitet, die im Kontext zu den Arbeiten seiner Zeitgenossen zugleich avantgardistisch wie auch der Tradition verhaftet erschien. Die Strenge seiner Formensprache, die in den späten Werken zu einer Art Farbflächenmalerei mutiert, wird von grafischen Elementen geprägt, deren holzschnittartiger Charakter eines der besonderen Merkmale in den Arbeiten von Josef Scharl ist. In dem hier angebotenen frühen Werke sind Ansätze dazu erkennbar, wenn auch im pastosen malerischen Duktus noch Reminiszenzen an Einflüsse von van Gogh zu erkennen sind. Das schmale hohe Format, das als Relikt des Jugendstils angesehen werden kann, hat Scharl zu einer ungewöhnlichen Komposition genutzt, in der das Wechselspiel der Hände der Dargestellten einen Bildrhythmus bestimmt, der in seiner Kausalität das eigentlich belebende Element dieses Doppelporträts ist. [KD/SM]
108
Josef Scharl
Der Abend, 1925.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 14.000
Ergebnis:
€ 150.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Josef Scharl - Der Abend - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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