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Auktion: 466 / Klassische Moderne II am 07.06.2018 in München Lot 120

 
Objektbeschreibung
Portrait d´une jeune fille (Mme de Lombré). Um 1929.
Öl auf Leinwand.
Chabert 232. Rechts unten signiert. 100 x 81 cm (39,3 x 31,8 in).
Rückseitig von fremder Hand beschriftet: Exposition Hambourg, Kolle, Mme de Lombré 60 Av. de New York Paris.
Eines der wenigen weiblichen Porträts des Künstlers.

PROVENIENZ: Sammmlung Madame de Lompré, St. Jean-Cap-Ferrat/Paris.
Privatsammlung Deutschland.
Privatsammlung Schweiz.

AUSSTELLUNG: Helmut Kolle, Galerie Georges Bernheim (?), Paris 1.-14.3.1929.
Helmut Kolle, Galerie Jacques Bonjean, Paris 1932 (?), Kat.-Nr. 15.
Helmut Kolle. Kunstverein Hamburg; Kestner Gesellschaft, Hannover; Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 1952/53, Kat.-Nr. 9.
Helmut Kolle, Galerie Orangerie-Reinz, Köln April-Juni 1998; Galerie Vömel, Düsseldorf, November 1998 bis Januar 1999, Kat. S. 20/21 mit Farbabb.
Helmut Kolle. ein Deutscher in Paris, Museum Gunzenhauer, Chemnitz 7.11.2010-1.5.2011; Ernst Barlach Haus, Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg 22.5.2011-25.9.2011, Kat.-Nr. 55, S. 228, 236/237 mit Abb.

LITERATUR: Wilhelm Uhde, Der Maler Helmut Kolle. Bildnis eines Frühvollendeten, Zürich/Berlin, S. 49 mit Abb. Tafel 27.

Essay
Die formal expressive Sehweise, die Helmut Kolle seinen Werken mitgab, ist in ihrer ungewöhnlichen Aussage für das gesamte malerische Werk von Kolle verbindlich. Zwischen Deutschland und Frankreich pendelnd, hat Kolle seine künstlerische Heimat jedoch mehr in Frankreich gefunden. Seine Vorbilder, um nur einige zu nennen, reichen von Courbet bis Picasso. Doch wäre es falsch, in ihm nur einen Epigonen zu sehen.
Kolles Malweise ist eine Symbiose von formal ausdrucksstarker Dichte gepaart mit einer fast flächenhaften Farbigkeit, die in ihrem bestimmenden Charakter den Gesamteindruck seiner Arbeiten prägt. Die Sujets sind fast immer maskuline Jünglinge, denen er Kraft der Formfestigkeit seiner Gestalten eine besondere Aura verleiht, die zusammen mit einer leichten Tristesse des Ausdrucks den Gesamteindruck seiner Werke bestimmt. Umso erstaunlicher ist das hier angebotene, fast spätimpressionistisch von einem heftigen malerischen Gestus geprägte Frauenporträt, das sich bis auf gewisse formale Einzelheiten sehr von Kolles Porträts junger Männer unterscheidet. Möglicherweise ein Zugeständnis an die Auftraggeberin, ist es in der Reihe der vielen Männerporträts eine meisterliche Leistung luzider Farbakkorde in Grau und Altrosa. [KD/ SM]
120
Helmut Kolle gen. vom Hügel
Portrait d´une jeune fille (Mme de Lombré), Um 1929.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 22.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Helmut Kolle gen. vom Hügel - Portrait d´une jeune fille (Mme de Lombré) - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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