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Auktion: 457 / Klassische Moderne II am 07.12.2017 in München Lot 156

 
Objektbeschreibung
Blick auf Au und Förde. 1932.
Aquarell und Kreide.
Rechts unten signiert und datiert. Links unten betitelt. Auf leicht strukturiertem Aquarellpapier. 55,5 x 68,5 cm (21,8 x 26,9 in) , blattgroß.
[CB].

Die Arbeit ist im Erich Heckel Nachlass, Hemmenhofen am Bodensee, verzeichnet. Wir danken Frau Renate Ebner und Herrn Hans Geissler für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Villa Grisebach, Berlin, Auktion 44, 27. Mai 1995, Lot 195.
Privatsammlung Berlin.

AUSSTELLUNG: Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München 1970, Kat.-Nr. 771, S. 121.

Essay
Erich Heckels Landschaften sind in der Mehrzahl topografisch eindeutig bestimmbar: So öffnet das vorliegende Blatt den Blick auf eine hügelige, von Feldern und Wäldern geprägte Küstenlandschaft an der Flensburger Förde, wo er in den 1920er und 1930er Jahren die Sommermonate verbringt. Besonders ausdrucksstark sind neben den in abwechslungsreichen Grünschattierungen gehaltenen sanften Hügeln die expressionistischen Wolkenformationen, durch die auf der linken Seite das sommerliche Sonnenlicht durchbricht. Kleine reizvolle Akzente setzt Heckel mit den roten Hausdächern des kleinen Hafens. In den Landschaftsaquarellen zu Anfang des Jahrzehntes gelingt Heckel vereinzelt - wie in der vorliegenden Arbeit eindrucksvoll vor Augen geführt - jene spannungsreiche Synthese aus expressiven Elementen, welche für sein künstlerisches Schaffen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg prägend waren, und einer weichen, durch fließende Farbverläufe charakterisierten Formsprache. Dieses stilistische Oszillieren wird zum Abbild jenes Momentes künstlerischer Selbstfindung, welcher einen neuen Abschnitt in Heckels Œuvre begründen wird.
156
Erich Heckel
Blick auf Au und Förde, 1932.
Aquarell
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 22.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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