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Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 731

 
Objektbeschreibung
Elizabeth Taylor. 2017.
Mischtechnik auf Leinwand. Acryl, Serigrafie und "diamond dust".
Verso signiert, datiert, betitelt und bezeichnet. 160 x 120 cm (62,9 x 47,2 in).
[CB].

"My dad used to take me to the movies where I would go and watch the Magnificent Seven. Or I would watch something on television and I'd see Marilyn Monroe or Elizabeth Taylor, which was just an amazing, aspirational thing. [..] Brad Pitt was one of the first people to collect my work. Elizabeth Taylor came to my gallery and bought a painting of herself."
Russell Young im Interview mit Simon Cable, in: Evening Standard (online), 26. Januar 2016

Essay
Die Acryl-Siebdrucke zeigen Stars der Rock-and-Roll- und Filmszene, darunter Jimi Hendrix, Elvis und Jane Fonda sowie Schlüsselfiguren der amerikanischen Geschichte, etwa Malcolm X und Martin Luther King. In dieser wie den nachfolgenden Fotoserien beschäftigt sich Russell Young insbesondere mit den Themen Berühmtheit, Tod und Vergänglichkeit. So entsteht zwischen Los Angeles und New York der Werkkomplex "Fame + Shame", den er 2007 in der Bankrobber Gallery in London ausstellt. Im Anschluss beginnt er, seine Siebdrucke mit Diamantstaub zu bearbeiten, und entwickelt mitunter seine berühmtesten Werke, darunter Porträts von Marilyn Monroe und Kurt Cobain. Diese Werkreihe, die er mit dem Titel "Dirty Pretty Things" versieht, fängt das zweischneidige Schwert ikonenhafter Berühmtheit ein, die aus Sucht um Anerkennung und Glamour - verdeutlicht durch das kaleidoskopartige Funkeln des Diamentstaubs - gleichermaßen besteht. Die jeweilige, an die Pop-Art erinnernde Tönung der Bilder wird durch handgemischte, auf das Bild abgestimmte Farben erzielt, auf die der für die Arbeiten charakteristische "diamond dust" aufgeklebt wird. Einer der ersten Künstler, der mit diesem so effektvollen und suggestiven Material arbeitet, ist Andy Warhol in seiner Werkserie der "Diamond Dust Shoes" der 1970er Jahre. Auch hier verheißt das funkelnde Material oberflächlichen Glamour wie mysteriöse Tiefe. Die Reihe der "Dirty Pretty Things" wird in zahlreichen Galerien präsentiert und verschafft Russell Young gesteigerte Aufmerksamkeit. Ein ernster Krankenhausaufenthalt im Jahr 2010 und die darauffolgende lange Erholungsphase führen zu einer Wende in Russell Youngs Werk, von der die stärker manipulierten Werkserien "Helter Skelter" und "Isolation" zeugen. 2015 entsteht mit einer Serie zu Kate Moss wieder eine Werkreihe im Sinne der "Dirty Pretty Things". Mit seinen Werken ist der Künstler in privaten Sammlungen bekannter Hollywood-Stars sowie in wichtigen Museen, etwa dem Getty Center in Los Angeles und der Albertina in Wien, vertreten. [CB]
731
Russell Young
Elizabeth Taylor, 2017.
Mischtechnik
Nachverkaufspreis: € 8.000
+
 


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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Russell Young "Elizabeth Taylor"
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