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Auktion: 455 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 24.11.2017 in München Lot 117001826

 
Objektbeschreibung
Treiber mit drei Bullen im Bienwaldbach. Um 1920.
Öl auf Leinwand.
Diem 961. Rechts unten signiert. 100 x 160 cm (39,3 x 62,9 in).
Verso auf dem Keilrahmen diverse Etiketten und handschriftliche Bezeichnungen, u. a. "Anna Hegenbarth" (geb. von Zügel, der Tochter des Künstlers, die 1902 Emanuel Hegenbarth geheiratet hat, der Zügels Schüler war). [CB].

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung Süddeutschland.
Kunsthaus Bühler, Stuttgart (verso mit dem Etikett).
Privatbesitz Süddeutschland (1994 bei Vorgenanntem erworben, mit Rechnung in Kopie).

Essay
Heinrich von Zügels umfangreiches Oeuvre ist von Beginn an geprägt von unzähligen Darstellung von Schafen und Rindern, sicher eine Reminiszenz an die Kindheit als Sohn eines Schäfers. Auch in seinen späteren Schaffensjahren bleibt Zügel dem einmal gefundenem Weg treu. "Wie bei der 'Schweren Arbeit' [den im Feld arbeitenden Ochsengespannen], die ihn ein Leben lang beschäftigte, fand er auch bei dem Stichwort 'In die Furt' kein Ende der Möglichkeiten, die das Element des Wassers im Zusammenprall mit Mensch und Tier ihm bot. Der Impressionist Zügel hatte in den Rheinauen bei Wörth den idealen Schauplatz, um das unendliche Lichterspiel zu beobachten, das Kühe und Ochsen, Kälber und Stiere im Ringen mit dem Wasser und ihren Hütern dynamisch entfesselten. Im Ruhezustand, im Sichmessen von Mensch und Tier, im jähen Sichaufbäumen, im Ablauf der Tagesstunden veranstalten elementare Kräfte ein Schauspiel, das die Phantasie des Malers immer wieder beflügelte." (Eugen Diem, Heinrich von Zügel, Recklinghausen 1975, S. 330). Von Lichteffekten ausgehend hat Zügel sein Hauptthema, Tiere in der Landschaft, in den unterschiedlichsten Stimmungen eingefangen und ihm neue und oft ungewöhnliche Seiten abgewonnen. Der sichere, breite Pinselstrich unterstreicht die Dynamik, mit der Zügel seine Kompositionen gestaltet. Sein eigentliches Interesse gilt nun dem alles auflösenden Licht, das sich flächig ausbreitet und so das Bildgeschehen bestimmt. Der sublime Reiz gerade dieser späten Komposition vermittelt sich oft erst auf den zweiten Blick. Zügels späten Werke zeigen einen Künstler, der bis in seine letzte Schaffensphase der Pleinair-Malerei treu bleibt, die ganz aus der reinen Farbigkeit heraus lebt.

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
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Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

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Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
117001826
Heinrich von Zügel
Treiber mit drei Bullen im Bienwaldbach, Um 1920.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 10.000 - 15.000
+
 


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