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Auktion: 455 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 24.11.2017 in München Lot 18

 
Objektbeschreibung
Ziegelhütten im Sabinergebirge. 1867.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. 100 x 158 cm (39,3 x 62,2 in).
Verso auf dem Keilrahmen bzw. Keilrahmen-Etikett handschriftlich bezeichnet und betitelt. [CB].

PROVENIENZ: Nachlass Valentin Ruths, Hamburg.
Sammlung Georg Schäfer (1896-1975), Schweinfurt (verso mit dem Etikett und der Inv.-Nr.).
Neumeister, München, Sonderauktion Bilder aus der Sammlung Georg Schäfer, 24. Februar 2005, Lot 78.
Ehemals Sammlung Bernheimer, München.

AUSSTELLUNG: 3. Allgemeine Kunstausstellung Wien, 1868 (laut Boetticher).
Internationale Kunstausstellung München, 1869 (laut Boetticher).
Große Berliner Kunst-Ausstellung 1905 (verso mit dem Etikett).

LITERATUR: Friedrich von Boetticher, Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts, Dresden 1891-1901 (Nachdruck 1969), Bd. II.1, S. 501, Nr. 57.
Bert Schug, Valentin Ruths. Ein Hamburgischer Landschaftsmaler des neunzehnten Jahrhunderts, in: Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen, Bd. 9, Hamburg 1964, S. 75ff., Abb. 9.
Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, München 1998, Bd. 3, S. 166, Abb. 201.
"Die Landschaft mit den 'Ziegelhütten im Sabinergebirge' von 1867 […] ist fast gleichzeitig mit dem 'Spaziergang vor einer kleinen Stadt' entstanden [heute in der Kunsthalle Bremen]. Sie gehört zum Imposantesten, was Ruths überhaupt geschaffen hat."
Bert Schug, Valentin Ruths. Ein Hamburgischer Landschaftsmaler des neunzehnten Jahrhunderts, in: Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen, Bd. 9, Hamburg 1964, S. 87f.

Essay
Valentin Ruths wird 1825 in Hamburg geboren. Aus finanziellen Gründen absolviert er zunächst eine Ausbildung zum Kaufmann, anschließend eine Lithografenlehre. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit dem Verkauf von Ansichten seiner Heimatstadt. Mit Hilfe eines Stipendiums eines Hamburger Bürgers kann Ruths 1850 sein Akademiestudium in Düsseldorf in der Landschaftsklasse von Johann Wilhelm Schirmer aufnehmen. 1855 bricht Ruths nach Italien auf und lebt bis 1857 in Rom. Auf Studienfahrten in die Albaner Berge und die Serpentara bei Olevano, findet er, gemeinsam mit dem dreizehn Jahre älteren Hamburger Malerfreund Louis Gurlitt, seine Motive. 1857 kehrt Ruths nach Hamburg zurück, von nun an arbeitet er mit enormem Pensum. Ab ca. 1860 kann er jährlich etwa zwölf größere Gemälde in den Ausstellungen der Kunstvereine und den akademischen Kunstausstellungen in Hamburg, Berlin und Dresden ausstellen. Ruths Käufer finden sich vor allem unter den angesehenen Hamburger Bürgern, mit deren Familien Ruths freundschaftlich verbunden ist und die fast alle zur Gesellschaft der hamburgischen Kunstfreunde gehören. Diesen Kontakten ist es wohl auch zu verdanken, dass Ruths 1880 von Alfred Lichtwark den Auftrag für die Ausgestaltung des 1867 fertiggestellten Treppenhauses der Kunsthalle Hamburg erhält. Dafür fertigt er in den folgenden Jahren acht monumentale Wandgemälde mit den vier Jahreszeiten und vier Tageszeiten. Ruths ist Mitglied der Königlichen Akademie der Künste in Berlin sowie der Akademie in Wien, deren Ausstellungen er regelmäßig beschickt. Um 1880 gehört er zur Ausstellungsleitung des Hamburger Kunstvereins. Valentin Ruths, der zu den Pionieren der deutschen Landschaftsmalerei zählt, stirbt 1905 in seiner Heimatstadt Hamburg.
18
Valentin Ruths
Ziegelhütten im Sabinergebirge, 1867.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 18.000
+
 


Weitere Abbildungen
Valentin Ruths - Ziegelhütten im Sabinergebirge - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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