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Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 115002624

 
Objektbeschreibung
Sockface. 2010.
Farbfotografie auf Kunststoff-Leuchtkasten.
Eines von 3 Exemplaren. 44,5 x 59,8 x 13,4 cm (17,5 x 23,5 x 5,2 in).
Funktionstüchtig.

PROVENIENZ: Galerie Rüdiger Schöttle, München.

Aufrufzeit: 10.12.2016 - ca. 15.03 h +/- 20 Min.

Essay
Alex Mirutziu ist ein überwiegend in den Bereichen Performance und Installation transgressiv agierender Künstler. Sein Körper wird dabei nicht selten Bedeutungsträger politischer oder sozialkritischer Hintergründe, die oft in selbst-destruktiven, obszönen Aktionen zum Ausdruck kommen. Nach seinem Studienabschluss im Bereich Physical Theatre und Performance an der Huddersfield University in Großbritannien, arbeitet Alex Mirutziu mit verschiedenen Medien. Sein Werk umfasst unter anderem fotografische Selbstporträts, Live-Performances, Skulpturen, Gemälde und medienkritische Videoinstallationen. Dabei beschäftigen den Künstler vorzugsweise Themen rund um den Körper, für die er prozessuale Ausdrucksformen findet - Mediation, Interaktion und Konfrontation sind hierfür zentrale Ausdrucksschemata. Neben Werken, die gesellschaftliche und politische Realitäten widerspiegeln, sind auch persönliche Erinnerungen und das eigene Leid immer wieder zentrale Problematiken der Arbeiten Alex Mirutzius. Die visuell vereinnahmende Videoarbeit "Tears are precious", die unter anderem 2007 im Brukenthal Museum ausgestellt wird und mit der Mirutziu 2008 auf dem Optica International Video Art Festival mit dem Best Independent Artist Award ausgezeichnet wird, zeigt den Künstler weinend in einer Art Selbstporträt, das auf geschickte Weise die Dialektik Innen-Außen beziehungsweise Fühlen-Zeigen thematisiert. Aus einem solchen Gedankenkreis stammt auch unsere Arbeit "Sockface" (2010), die Teil der ersten Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland in der Münchner Galerie Rüdiger Schöttle ist mit dem Titel "Some kill their love when they are young". Der Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf Oscar Wildes Gedicht "The Ballad of Reading Gaol", in dem Wilde seine Inhaftierung im Gefängnis von Reading verarbeitet, in das er wegen seiner Homosexualität zu zwei Jahren harter Zwangsarbeit verurteilt worden war.Im Jahr 2009 begründet Alex Mirutziu die Idee "29 collective", in deren Rahmen er sich mit einem Hyper-Objekt, sich selbst mit 29 Jahren, assoziiert, um so in gewisser Weise auch kollektive Aktionen durchführen zu können. Dabei adressiert er insbesondere das Hier und Jetzt, aber auch die Idee einer nie stattfindenden Realität. So untersucht er beispielsweise die Ruhe des Publikums während einer nie stattfindenden Aufführung im Rahmen der Performance "Pending work #7" im IASPIS, Stockholm. Auf paradoxe Weise wird der Betrachter Teil der Performance, obgleich es bei einer nicht aufgeführten Performance auch kein Publikum geben kann. Seine Werke und Performances werden von bedeutenden Institutionen beherbergt, darunter das Royal College of Art in London, die Kunsthalle Budapest und das Centre for Contemporary Art sowie das National Museum in Warschau. 2015 ist Alex Mirutziu mit seiner Performance "The Finnish Method" im Palazzo Correr auf der Biennale von Venedig vertreten. Der Künstler lebt und arbeitet in London und Cluj-Napoca. [FS]

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
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Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

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Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
115002624
Alex Mirutziu
Sockface, 2010.
Farbfotografie
Schätzpreis: € 3.000 - 4.000
+
 


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