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Auktion: 298 / Seitenwege der deutschen Avantgarde am 05.12.2005 Lot 20

 
Curt Ehrhardt - Kiss

Objektbeschreibung

Kiss
Öl auf Karton , zweifach aufgelegt auf Malpappe, 1921
In der Darstellung signiert und bezeichnet "Love devil". Verso signiert, datiert, betitelt und bezeichnet "Brandenburg [...]". 42,2 x 35,5 cm ( 16,6 x 13,9 in).

Curt Ehrhardt gilt als wichtiger Vertreter der zweiten expressionistischen Generation, der ein umfangreiches und bedeutendes Œuvre hinterlassen hat. 1919 tritt er der "Novembergruppe" bei, die es ihm ermöglicht, seine Arbeiten im In- und Ausland zu zeigen. Anfang der 1920er Jahre findet ein Bruch mit der malerischen Avantgarde des frühen Expressionismus statt. Es entstehen vielmehr betont unfarbige Arbeiten. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der schmerzhaften Zerstörung der menschlichen Figur, die Ehrhardt in zahlreichen aquarellierten Skizzen dokumentiert. 1926 tritt er aus der "Novembergruppe" aus und arbeitet fortan als freier Maler. Trotz der Diffamierung der Modernen Kunst durch die Nationalsozialisten malt er weiter, wird jedoch 1939 zum Wehrdienst einberufen. Nach Kriegsende wird er 1947 von der Landesregierung Brandenburg als "namhaft Schaffender" anerkannt, doch in den 1950er Jahren verweigert man ihm die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Deutschlands, so dass er nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten kann. Um dieser inneren Emigration zu entkommen verlässt er 1966 die DDR und siedelt mit nahezu 2000 Werken nach Schwarz in Hessen um. Wichtige Arbeiten Curt Ehrhardts befinden sich heute im Museum Wiesbaden, in der Städtischen Galerie Darmstadt und im Besitz der Stadt Marburg.

20
Curt Ehrhardt
Kiss, 1921.
Öl auf Karton
Schätzung:
€ 1.000
Ergebnis:
€ 3.570

(inkl. 19% Käuferaufgeld)
 


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