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Richard Wilson

Biografien
Richard Wilson

*  1714 Penegoes, Montgomeryshire
† 1782 Colommendy bei Llanferres, Wales


Der bekannte englische Landschaftsmaler Richard Wilson kommt im Jahr 1714 in dem malerischen Örtchen Penegoes in Montgomeryshire zur Welt. Seine Ausbildung erhält Richard Wilson im über 200 Meilen entfernten London bei Thomas Wright. In London kann Richard Wilson nach der Lehrzeit als Porträtist erste Erfolge feiern. Nur hin und wieder befasst er sich auch zu dieser Zeit schon mit der Landschaftsmalerei.
Die große Wende hin zur Landschaft findet aber erst in Italien statt: 1752 bricht Richard Wilson dorthin auf. In Rom trifft er auf Claude Joseph Vernet, der den jungen Maler, ebenso wie Francesco Zuccarelli, auf seinem Weg hin zur Landschaftskunst bestärkt.
Nach drei Jahren in Italien reist Richard Wilson 1755 als Landschaftsmaler zurück nach England. Hier erhält er nun Zugang zu höfischen Kreisen und kann für den Herzog von Cumberland malen. Diese Glückssträhne ist aber nur von kurzer Dauer: Richard Wilson kann sich, obschon er 1768 sogar zu den Gründungsmitgliedern der Royal Academy zählt, mit seiner Kunst kaum ernähren.
Die Kunstgeschichte dagegen ehrt Richard Wilson als großen Stichwortgeber der englischen Landschaftskunst. In seinem Oeuvre wird die reine, realistische Vedute des 18. Jahrhunderts überwunden. Die Landschaft wird so, anknüpfend an Poussin und Lorrain, wieder zu einem Gegenstand der hohen Kunst erhoben. An den Werken des Richard Wilson können später so bedeutende Landschaftsmaler wie William Turner oder John Constable anknüpfen.
Ungeachtet seiner späten Würdigung kämpft Richard Wilson zwei Jahrzehnte lang als Maler ums schiere Überleben, bis er 1776 als kleiner Bibliothekar an der Royal Academy Anstellung findet und so zumindest seinen Lebensunterhalt sichern kann. Wenig später erbt Richard Wilson einen Landsitz bei Llanferres in Wales und zieht sich dorthin zurück. Hier verstirbt Richard Wilson im Jahr 1782.