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Michael Lukas Leopold Willmann

Biografien
Michael Lukas Leopold Willmann

*  1630 Königsberg
† 1706 Leubus/Schlesien


Michael Willmann, einer der wichtigsten Maler und Radierer des Barock im deutschsprachigen Raum, kommt im Jahr 1630 in Königsberg im damaligen Ostpreußen zur Welt. Die erste Ausbildung des Michael Willmann besorgt vermutlich der ebenfalls als Maler tätige Vater Christian Peter Willmann.
Im Alter von etwa 20 Jahren reist Michael Lukas Leopold Willmann dann zur weiteren, freien Schulung für rund zwei Jahre in die Niederlande. Hier beeinflussen ihn insbesondere die Werke eines Rembrandt, Rubens, van Dyck und Ribera nachhaltig. Zudem kann Michael Lukas Leopold Willmann Kontakte zu den Künstlerkreisen um Jakob van Ruisdael knüpfen.
Michael Willmann kehrt schließlich kurz in seine Geburtsstadt zurück, um dann nach Prag zu reisen (1653-1655) und anschließend für die Dauer etwa eines Jahres in Breslau zu arbeiten. Hier macht sich der junge Michael Lukas Leopold Willmann bereits mit eigenen Erfindungen und einer virtuosen Kopie der Kreuztragung des van Dyck einen Namen als Maler. Die Zisterzienser in Stift Leubus wissen die Begabung des jungen Calvinisten Michael Willmann schon zu dieser Zeit zu schätzen. Gegen 1657/58 ist Michael Wieling in Berlin als Hofmaler des Großen Kurfürsten nachzuweisen.
Michael Willmann ist zu dieser Zeit offenbar von religiösen Fragen tief bewegt. Er konvertiert schließlich zum Katholizismus, nimmt Helena Regina Lischka zur Frau und lässt sich 1660/61 im Zisterzienserkloster Leubus nieder. In Leubus, wo er bald ein Anwesen kaufen kann, verbringt Michael Willmann den Rest seines Lebens.
Denn nun beginnt die wichtigste und ertragreichste Schaffensphase des Michael Lukas Leopold Vaillant. Der Künstler erhält zahlreiche Aufträge, und das längst nicht nur aus Stift Leubus: Auch andere böhmische Zisterzienserklöster und nicht zuletzt die Adelskreise schätzen die zugleich kraftvollen und subtilen Gemälde des Michael Willmann außerordentlich. Die virtuosen, ausdrucksvollen Malereien des Königsbergers zeichnen sich durch eine herausragende Bandbreite an Bildthemen und Techniken aus. In ihrer hochbarocken, teilweise schon auf das Rokoko vorausdeutenden malerischen Bewegtheit zählen sie zweifelsfrei zu den Höhepunkten der Epoche.
Michael Willmann verstirbt im Jahr 1706 in Leubus.