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Johann Michael Rottmayr

Biografien
Johann Michael Rottmayr

*  1654 Laufen a.d. Salzach
† 1730 Wien


Johann Michael Rottmayr gilt als Schlüsselfigur der österreichischen Barockmalerei.
Geboren wird Johann Michael Rottmayr im Jahr 1654 in Laufen an der Salzach, einem zu dieser Zeit zu Salzburg gehörenden Örtchen. Seine Ausbildung erfährt Johann Michael Rottmayr zunächst wohl bei seiner Mutter, einer Malerin. Ab 1675 bis zum Ende der 1680er Jahre führt er ein reges Reiseleben. Unter anderem ist Johann Michael Rottmayr im venezianischen Atelier von Carlotto (Johann Carl Loth) als Schüler beschäftigt.
Zurück in der Heimat, wird Johann Michael Rottmayr in Salzburg, Passau, Frain und Prag tätig. 1698 übersiedelt Johann Michael Rottmayr nach Wien, wo er bis 1708 lebt. Mehrere Sommer verbringt Johann Michael Rottmayr in Breslau, und zwischen 1709 und 1715 wechselt Johann Michael Rottmayr zwischen Salzburg und Wien. Von 1716 bis 1723 verlebt er die warmen Monate im Stift Melk, wo er die Freskierung der Kirche ausführt.
Johann Michael Rottmayr gilt neben Cosmas Damian Asam als wichtigster Vertreter der barocken (Monumental-)Malerei im deutschsprachigen Raum. Seine künstlerischen Anknüpfungspunkte liegen im römischen Hochbarock Pietro da Cortonas sowie im flämischen Hochbarock von Peter Paul Rubens. Zu Beginn seiner Laufbahn zeigen Johann Michael Rottmayrs Werke noch ein kräftiges, den Tenebrismus von Carlotto beerbendes Chiaroscuro, später herrscht eine reiche, fein gestufte Palette vor, die sich bald aufhellt und abkühlt. Seine klar gegliederten, ausdrucksstarken Malereien sind von hoch dekorativer Wirkung.
Deckenbilder, sowohl in Fresko als auch in Öl auf Leinwand, stellen den Mittelpunkt des Oeuvres dar. Zu den unbestrittenen Höhepunkten des Gesamtwerks von Johann Michael Rottmayr zählen etwa die Kuppelfresken der Salzburger Dreifaltigkeitskirche und der Wiener Karlskirche sowie die Fresken der Stiftskirche in Melk. Virtuose Zeichnungen und Skizzen stehen mit Johann Michael Rottmayrs malerischen Werken in enger Verbindung.
Der berühmte und mit zahlreichen bedeutenden Aufträgen bedachte Johann Michael Rottmayr wird 1704 in den Adelstand gehoben und darf sich seither Freiherr von Rosenbrunn nennen.
1730 verstirbt der berühmte Maler und Freskant in Wien und wird im Stephansdom beigesetzt.