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Jean Raoux

Biografien
Jean Raoux

*  1677 Montpellier
† 1734 Paris


Jean Raoux, ein wichtiger Vertreter des französischen Rokoko, wird im Jahr 1677 in Montpellier geboren. Seine erste Ausbildung empfängt Jean Raoux in seiner Geburtsstadt bei einem Schüler des großen Hyacinthe Rigaud. Anschließend übersiedelt Jean Raoux nach Paris und eröffnet dort ein Atelier.
Im Jahr 1704 gewinnt Jean Raoux den berühmten Prix de Rome der Pariser Akademie mit seinem Bild "David tötet Goliath". Endlich kann der junge Maler nun in die Ewige Stadt reisen. Hier arbeitet er drei Jahre lang an der Académie de France, besucht auch Florenz und Padua. Zwischen 1707 und 1709 dann weilt Jean Raoux für weitere zwei Jahre in Venedig, einem der großen Zentren der Malerei dieser Epoche.
Im Jahr 1714 kehrt Jean Raoux nach Frankreich zurück und kann sich schnell als Künstler etablieren. Protegiert wird er vom französischen Großprior Philippe de Vendôme, und schon ein Jahr nach der Rückkehr wird Jean Raoux Agrée der Académie Royale. 1717 folgt die feierliche Aufnahme mit dem Gemälde "Pygmalion", das heute im Louvre zu sehen ist. Am selben Tag tritt auch Antoine Watteau in die Akademie ein - mit diesem ist Jean Raoux befreundet, zeitgleich reisen die beiden 1720/21 für acht Monate nach London.
Jean Raoux macht sich einen Namen mit lichten, atmosphärisch durchdrungenen Malereien zu literarischen und mythologischen Themen, mit reizenden Genreszenen sowie mit den typischen Rokoko-Sujets, galanten Zusammenkünften nach dem Vorbild von Watteau. Auch zahlreiche, gelegentlich historisierende Bildnisse bezeugen den künstlerischen Rang der Werke von Jean Raoux. Sein eleganter Rokoko-Stil erinnert an Nattier und enthält gelegentlich auch Anklänge an die Werke Rembrandts.
Im Jahr 1734 verstirbt Jean Raoux, dessen Werke heute in bedeutenden internationalen Museen wie dem Louvre oder in der Londoner Wallace Collection zu sehen sind, in Paris.