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Hyacinthe Rigaud

Biografien
Hyacinthe Rigaud

*  1659 Perpignan (Pyrenäen)
† 1743 Paris


Hyacinthe Rigaud, der bedeutendste Adelsporträtist des Barockzeitalters, wird im Jahr 1659 im französischen Perpignan, einem Ort im Südwesten des Landes an der Grenze zu Spanien, geboren. Seine erste Ausbildung absolviert Hyacinthe Rigaud in Montpellier und Lyon. Im Jahr 1681 kommt der junge Maler schließlich in Paris an.
Bereits ein Jahr später kann Hyacinthe Rigaud den ersten großen Erfolg verzeichnen: Er gewinnt den renommierten "Prix de Rome" der königlichen Akademie, der ihm eine Studienreise nach Italien ermöglichen soll. Hyacinthe Rigaud tritt diese Fahrt jedoch, einem Ratschlag von Charles Le Brun folgend, nicht an. Stattdessen beginnt er, sich als Porträtmaler zu etablieren.
Den Durchbruch feiert Hyacinthe Rigaud schließlich 1688 mit seinem ersten Auftrag aus höfischen Kreisen: Er malt ein überaus würdevolles, hoheitliches Bildnis vom Bruder Ludwigs XIV und trifft damit den Geschmack des Hofes vollkommen. Im Jahr 1701 porträtiert Hyacinthe Rigaud auch den Sonnenkönig selbst, das Gemälde hängt heute im Louvre.
Hyacinthe Rigaud macht das Adelsporträt zu seinem Hauptberuf - sein größter Konkurrent auf dem Feld der Porträtmalerei, Nicolas de Largillière, hat sich dagegen auf Bürgerporträts spezialisiert. Zahlreiche Aufträge ermöglichen es Hyacinthe Rigaud, ein großes Atelier mit begabten Assistenten zu unterhalten, unter ihnen etwa Jean-Marc Nattier.
Das Atelier Rigaud ist in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Fragen des hochoffiziellen Staatsporträts tonangebend. Die Opulenz des Decorum, die großen Posen und eine idealisierte, aber dennoch realistische Gesichtsbehandlung sind kennzeichnend für diese Arbeiten. Daneben malt Hyacinthe Rigaud jedoch auch Bildnisse von Künstlern und intimere, in der Nachfolge von Rembrandt stehende Privatbildnisse. Zudem ist er ein begabter Grafiker.
Hyacinthe Rigaud, der im Jahr 1700 in die Académie Royale aufgenommen wird, verstirbt 1743 in Paris.