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Hubert Robert

Biografien
Hubert Robert

*  1733 Paris
† 1808 Paris


Hubert Robert gilt als bedeutendster Maler von Ruinenlandschaften und als einer der kreativsten und phantasievollsten Köpfe aus dem Umkreis des französischen Klassizismus.

Der 1733 geborene Hubert Robert war eigentlich zu einer Karriere als Geistlicher bestimmt, doch konnte er 1754 als Pensionär der französischen Akademie nach Rom reisen. Dort schulte er sich insbesondere an den Werken von Giovanni Paolo Panini (auch: Pannini) und Giovanni Battista Piranesi und fand über deren Anregungen einen eigenen Zugang zur Ruinenmalerei.
Erst 1765, nach einem über zehnjährigen Aufenthalt in Rom, kehrte Hubert Robert in die Heimat Paris zurück, wo er zwei Jahre später heiratete. 1767 stellte er dort sein bekanntes Gemälde "Hafen der Ripetta in Rom" aus (heute Paris, Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts).

Das künstlerische Werk von Hubert Robert ist geprägt von geschmackvoll verfeinerten, dabei leicht und schwungvoll wirkenden Ruinen- und Parklandschaften, die zumeist mit Figurenstaffagen belebt sind. Die Werke haben gelegentlich den Charakter von frei komponierten, phantasievollen Capriccios. Auch Genredarstellungen rechnen zu seinem virtuosen, einfallsreichen und koloristisch eleganten Oeuvre, das neben der Malerei zahlreiche Zeichnungen und einige Radierungen umfasst.

Die große Wertschätzung, die schon die Zeitgenossen Hubert Robert entgegenbrachten, zeigt sich auch an zahlreichen repräsentativen Aufträgen: Für die Umgestaltung des Versailler Parks machte Hubert Robert 1775 Vorschläge im Stil der modernen englischen Landschaftsgärten in Form von grafischen Blättern und Gemälden. Auch viele der eleganten Pariser Stadtvillen wurden mit Gemäldezyklen von Hubert Robert geschmückt.

Neben Italien bildete Paris ein Zentrum des malerischen Interesses von Hubert Robert, wobei er auch Ereignisse der Stadtgeschichte künstlerisch dokumentierte, etwa die Hausabbrüche am Pont Notre-Dâme oder auf dem Pont de Neuilly. Während der Französischen Revolution zeigte sich dieses dokumentarische Interesse an seinen zahlreichen malerischen Schilderungen der dramatischen Geschehnisse.
Auch als Hubert Robert nach den Revolutionswirren im Jahr 1793 eingekerkert wurde, brach seine große Schaffenskraft nicht ab. Wieder befreit wurde er Mitglied der neuen Museumsverwaltung in Paris. Im Jahr 1808 verstarb Hubert Robert in seiner Geburtsstadt.

Werke von Hubert Robert befinden sich in bedeutenden internationalen Museen wie dem Pariser Louvre, dem Art Institute in Chicago, der Ermitage in St. Petersburg oder der Münchner Alten Pinakothek.