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Gustav Wunderwald

Biografien
Gustav Wunderwald

*  1882 Köln
† 1945 Berlin


Gustav Wunderwald wird 1882 in Köln-Kalk geboren. Er absolviert zunächst eine Lehre bei dem Kölner Malermeister Wilhelm Kuhn. 1899-1900 arbeitet er als Kulissenmaler in Gotha, später für das Charlottenburger Atelier für Theatermalerei in Berlin und andere europäische Theaterhäuser, wie die Königliche Oper Stockholm oder das Stadttheater Innsbruck. Erst nach dem Ersten Weltkrieg lässt sich Wunderwald endgültig in Berlin nieder. Seiner ersten Einzelausstellung in der Buchhandlung Landsberg folgt ein Aufsatz von Paul Westheim, der den Künstler einer breiten Öffentlichkeit bekannt macht. Der Themenschwerpunkt Wunderwalds Malerei zu dieser Zeit sind die Berliner Straßenansichten. Es sind Bilder aus dem Wedding, aus Spandau, Moabit und dem Prenzlauer Berg, die hauptsächlich in den goldenen zwanziger Jahren entstehen und die tristen Seiten der Großstadt im Stil der Neuen Sachlichkeit dokumentieren. Seit 1927 ist Wunderwald mit seinen Stadtbildern, aber auch landschaftlichen Motiven des Havellandes und Ostpreußens auf verschiedenen Ausstellungen vertreten. Während des Nationalsozialismus stellt Wunderwald nicht mehr öffentlich aus und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Kolorieren von Werbe-Filmen für die Ufa und Mars-Film. Noch bevor er seine freie künstlerische Laufbahn mit dem Ende des Krieges wieder aufnehmen kann, stirbt Gustav Wunderwald im Juni 1945 in Berlin an einer Wasservergiftung. Anlässlich seines 100. Geburtstags wird ihm eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Albstadt und der Berlinischen Galerie gewidmet und seine Bilder sind heute fester Bestandteil der Berliner Museen.