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Giulio Romano

Biografien
Giulio Romano

*  1499 Rom
† 1546 Mantua


Giulio Romano ist einer der bedeutendsten Vertreter in der Kunst des Manierismus.
Von Geburt ist Giulio Romano Römer, und sein Geburtsdatum liegt noch im alten Jahrhundert, im Jahr 1499. Er wird jedoch den Weg in eine neue Ära einläuten.
Um 1515 arbeitet Giulio Romano (Giulio Pippi), noch ein Knabe, bereits mit Raffael im Vatikan. Der hochbegabte Giulio Romano wird schnell zu einem der bevorzugten Mitarbeiter des großen Raffael.
Als Raffael 1520 stirbt, wird Giulio Romano (Giulio di Pietro di Filippo de´ Gianuzzi) gemeinsam mit G. Penni als sein Haupterbe benannt. Der junge Mann übernimmt die Leitung der unvollendet gebliebenen künstlerischen Projekte Raffaels und trägt diese schwere Last mit der Unerschrockenheit der Jugend: In der Vatikanischen Sala di Costantino weicht Giulio Romano erstmals massiv von den Plänen ab, die die Autorität Raffael vorgelegt hat. Er propagiert den neuen Stil des Manierismus - und das gleich im Großformat. Auch in seinen eigenen malerischen Werken dieser Jahre wie der "Madonna mit Heiligen" (um 1523) und der "Steinigung des hl. Stefan" (1523) zeigt sich, wie weit Giulio Romano schon über Raffaels Klassizismus hinausgegangen ist.
Federigo Gonzaga wird auf den jungen Giulio Romano (Giulio Pippi) aufmerksam und ernennt ihn 1524 zu seinem Haus- und Hofmaler und zu seinem Hofarchitekten in Mantua. Hier, in Mantua, verbringt Giulio Romano den Rest seines Lebens. Und hier schafft er auch sein Hauptwerk, den "Palazzo del Tè". Giulio Romano, verantwortlich für Bau und Ausschmückung des Palastes, arbeitet von 1527 bis 1534 mit seinen Gehilfen an seinem Meisterwerk. Die gewaltigen, teilweise ins Groteske übersteigerten Ausmalungen, die Giulio Romano (Giulio di Pietro di Filippo de´ Gianuzzi) vor allem in der "Sala di Psiche" und der "Sala dei Giganti" vornimmt, gehören zu den Höhepunkten manieristischer Kunst. Auch in der Architektur bricht der Künstler im "Palazzo del Tè" radikal mit Sehgewohnheiten und erschafft gleichsam eine Parodie eines klassischen Bauwerks.
1546 stirbt Giulio Romano (Giulio Pippi) als Bahnbrecher des Manierismus in Mantua.