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George Romney

Biografien
George Romney

*  1734 Dalton-in-Furness
† 1802 Kendal


George Romney, der neben Joshua Reynolds und Thomas Gainsborough als wichtigster Porträtmaler des englischen 18. Jahrhunderts gilt, kommt im Jahr 1734 in Dalton-in-Furness zur Welt.
Seine erste Ausbildung empfängt George Romney beim Vater, dem Kunsttischler John Romney. 1751 übersiedelt George Romney zur weiteren Lehre nach Kendal und tritt dort in das Atelier des Porträt- und Genremalers Christopher Steele ein. Fünf Jahre darauf macht er sich als Maler selbstständig. Er spezialisiert sich auf die menschliche Figur in Historienbildern und, vor allem, Porträts.
In London ahnt George Romney größere Erfolge als in Kendal. Im Jahr 1762 zieht er dorthin, seine junge Frau lässt er alleine zurück. In London etabliert er sich rasch als gefragter und überaus produktiver Porträtmaler. Charakteristisch ist ein dünner Farbauftrag in weichem, breitem Duktus. Die populären Bildnisse von George Romney werden vielfach auch in die Druckgrafik übertragen.
Das Jahr 1782 wird schicksalhaft für den Porträtisten George Romney. Nun begegnet er Emma Lyon, einer in ihrer Zeit berühmten Schönheit. Die spätere Lady Hamilton wird seine Muse, die er "divine Emma", "göttliche Emma", nennt. Sie taucht in vielen seiner historisierenden Bildnisse auf, etwa in der Rolle der hl. Cäcilie, der Jeanne d'Arc oder der Kassandra.
Reisen erweitern den künstlerischen Horizont von George Romney und führen ihn nach Frankreich (1764) und Rom (1773-1775). In Paris lernt George Romney den Maler Joseph Vernet kennen, in Rom besucht er die Stanzen Raffaels und kann seine bedeutende Kunstsammlung um Abgüsse nach antiken Skulpturen erweitern.
Im Jahr 1799 beendet George Romney seine Karriere. Er leidet nun an einer psychischen Erkrankung und übersiedelt reumütig wieder nach Kendal, zurück zu seiner verlassenen Ehefrau. 1802, nur drei Jahre später, verstirbt George Romney in Kendal.