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Federico Zuccaro

Biografien
Federico Zuccaro

*  1540 Sant' Angelo in Vado
† 1609 Ancona


Federico Zuccari zählt zu den Hauptmeistern des italienischen Manierismus. Als Spross einer berühmten italienischen Künstlerfamilie - der Vater Ottaviano ebenso wie der Bruder Taddeo waren ebenfalls hoch geschätzte Maler - erblickte Federico Zuccari um 1540 in Sant'Angelo in Vado das Licht der Welt. So war es auch der Bruder Taddeo, der dem jungen Federico Zuccari - alternierend findet sich auch die Schreibweise Zuccaro - in Rom das Malerhandwerk beibrachte. In der Folge avancierte Federico Zuccari zu einem ebenso bedeutenden wie erfolgreichen Künstler. Er starb im Jahr 1609 in Ancona.
Zu den Hauptwerken Federico Zuccaros gehören insbesondere die Arbeiten innerhalb des Freskenprogramms in der Cappella Paolina im Vatikan, das von Michelangelo einst begonnen wurde, sowie die Vollendung des von Giorgio Vasari angefangenen Kuppelfreskos im Florentiner Dom Santa Maria del Fiore. Weiterhin zählen die Privathäuser des Künstlers in Florenz und in Rom, die er mit beredten Fresken schmückte und die gleichermaßen als programmatische Künstlerhäuser anzusehen sind, in ihrem Charakter als Gesamtkunstwerke zu den Meisterwerken der Kunstgeschichte. Es fügt sich glücklich, dass heute in diesen Häusern zwei wichtige kunsthistorische Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft beheimatet sind: So residiert im römischen "Palazzo Zuccari" die "Bibliotheca Hertziana", während in der Florentiner "Casa Zuccari" das "Kunsthistorische Institut" zu finden ist.
Neben dem malerischen Werk hat sich ein reiches zeichnerisches Oeuvre erhalten. Hervorzuheben sind hier etwa die atmosphärisch dichten Zeichnungen zu Dante Alighieris "Göttlicher Komödie", die lavierten Federzeichnungen, die durch ihren ebenso souveränen wie flüssigen Strich bestechen und die nicht selten als aussagekräftige Studien zu den Gemälden hinüberweisen, oder die delikaten Blätter, in denen der Künstler die vielfältigen Impressionen seiner Reisen festzuhalten suchte. Zahlreiche Zeichnungen finden sich heute in so berühmten Sammlungen wie dem Pariser Louvre oder der Staatlichen Graphischen Sammlung in München.