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Carel Willink

Biografien
Carel Willink

*  1900 Amsterdam
† 1983 Amsterdam


Der Niederländer Albert Carel Willink gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Magischen Realismus und der figurativen Nachkriegskunst.
Zur Welt kam Albert Carel Willink im Jahr 1900 in Amsterdam. Sein Studium absolvierte er in Delft, wo er von 1918 bis 1919 Architektur an der Technischen Hochschule belegt hatte. Doch merkte Albert Carel Willink bald, dass die Malerei ihm näher lag als die Baukunde, und 1920 übersiedelte er nach Berlin, wo er kurz an der Staatlichen Hochschule und schließlich für drei Jahre an der Kunstschule bei Hans Baluschek lernte. In jenen Jahren kam Carel Willink mit der expressionistischen und konstruktivistischen Avantgarde in Berührung und trat der wegweisenden "Novembergruppe" bei. Bereits 1924 konnte der junge Carel Willink, nun zurück in Amsterdam, auch seine erste Einzelausstellung bespielen, die er unter dem Signum eines "Futuristen" bestritt. Zwei Jahre darauf zog es ihn nach Paris ins Atelier von Henri Le Fauconnier - in Frankreich konnte Carel Willink neue Eindrücke sammeln und beschäftigte sich mit dem noch jungen Surrealismus und Pablo Picassos Werken.
Um die mittleren 1920er Jahre begann Albert Carel Willink, sein zunächst der konstruktivistischen Abstraktion nahestehendes Frühwerk mit figürlichen Motiven zu bereichern, bis er ab etwa 1928 ganz zu seiner realistischen Ausdrucksform gefunden hatte. Seine charakteristischen, kühlen und melancholischen Bildnisse und Figurenstücke, Stadtansichten, Architekturbilder und Landschaften sind von einem düsteren, geheimnisvollen Zauber umrankt, der auch das Nachkriegsoeuvre prägen sollte.
Carel Willink war zeitlebens nicht nur der Kunst, sondern auch den Frauen zugetan: Seine erste Ehe mit Maria van der Meulen wurde 1928 nach nur zwei Jahren geschieden; 1933 folgte die Heirat mit Wilma Henriette Johanna Jeuken, die 1960 mit dem Tod der Gattin endete. Fast 70jährig heiratete Albert Carel Willink 1969 erneut, diesmal sein Modell Mathilda de Doelder. Doch schon 1975 begann er ein Verhältnis mit seiner neuen Muse Sylvia Maria Elisabeth Quiël, die er schließlich 1977 ehelichte.
1983 verstarb Albert Carel Willink in seiner Geburtsstadt Amsterdam.
Zahlreiche Ausstellungen ehrten Albert Carel Willink noch zu Lebzeiten: Retrospektiven fanden 1939 und 1973 in Rotterdam und 1951 in Brüssel statt; in Amsterdam waren 1956 und 1961 große Einzelausstellungen und 1980 eine Werkschau zu bewundern. Eine posthume Retrospektive wurde 1984 / 1985 vom Arnheimer Museum für Moderne Kunst ausgerichtet. Werke von Carel Willink sind zudem in den Dauerausstellungen bedeutender Museen ausgestellt.